Aus der Praxis - Kurt Fischer

Das Fahrrad ist ein soziales Verkehrsmittel

Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau – 22 Prozent Radverkehrsanteil

Radfahren und Gehen mehr Platz einräumen, qualitätsvolle neue Aufenthaltsräume schaffen und mit Tempolimits die Sicherheit der Radfahrenden verbessern – das braucht einen klaren politischen Willen, einen langen Atem und Beharrlichkeit. Alle müssen sich sicher fühlen und barrierefrei bewegen können. Schließlich geht es auch um Gleichstellung. Und eine gute Kommunikation, die den Menschen die Vorteile des Radfahrens wieder stärker bewusst macht. Jeder Meter, der mit einem Fahrrad zurückgelegt wird, hat positive Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Anwohnerinnen und Anwohner von Fahrradstraßen und Begegnungszonen, wo wir Tempo 20 verordnet haben, atmen regelrecht auf. Das Fahrrad ist ein soziales Verkehrsmittel, Austausch und die Kommunikation funktionieren leichter, als mit einer Tonne Stahl um einen herum. Und Radfahrende stärken erwiesenermaßen auch den lokalen Handel.

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VCÖ: Minus 50 Prozent Verkehrstote in Österreich, wenn Männer so sicher mobil werden wie es Frauen heute sind

VCÖ (Wien, 6. März 2026) – Frauen sind im Straßenverkehr deutlich sicherer mobil als Männer und sie verursachen deutlich weniger Verkehrsunfälle, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags zeigt. Im Vorjahr kamen fast viermal so viele Männer wie Frauen bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben. Auffallend ist, dass fast jede zweite tödlich verunglückte Frau eine Seniorin war. Weiteres Ergebnis der VCÖ-Analyse: In den vergangenen Jahren haben Männer doppelt so viele Verkehrsunfälle verursacht wie Frauen. Und bei Unfällen mit Alko-Lenkern war der Anteil der Männer sogar sechsmal so hoch wie der von Frauen.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

Freilandstraßen in Österreich sicherer machen

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (April 2026) – In Österreich sterben besonders viele Menschen bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen. Auf Straßen mit Tempolimit 100 passierten zuletzt 70 Prozent der tödlichen Unfälle. Österreich zählt in Europa zu den wenigen Ländern mit Tempo 100 als Standard auf Freilandstraßen.

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Geschwindigkeitsanzeige, die anzeigt, dass zu schnell gefahren wird