Aus der Praxis – Lilli Lička

„Von jeder Wohnung aus sollte in wenigen Gehminuten ein Park erreichbar sein“

Porträtfoto von Lilli Lička
Lilli Lička, LL-Landschaftsarchitektur, ehem. Univ. Prof. für Landschaftsarchitektur BOKU Wien

„Städte kommen ohne Grün nicht aus. Grünräume sind nicht nur wichtig für das Wohlbefinden und die Erholung jedes und jeder Einzelnen. Sie sorgen auch für einen Ausgleich im klimatischen Gesamthaushalt der Stadt und sie sind für die lebensnotwendige Biodiversität essenziell. Sie entfalten ihre Wirkung vor allem, wenn sie in der Stadt gut vernetzt und so verteilt sind, dass von jeder Wohnung aus in wenigen Gehminuten ein Park erreichbar ist. Diese Grünraumgerechtigkeit bedeutet, dass nicht nur Menschen, die am grünen Rand wohnen oder mit eigenen Gärten versorgt sind, Anspruch auf Grün haben. Es ist sogar am wichtigsten, dort sogenannte wohnungsnahe Grünräume für die Gesundheitsförderung zur Verfügung zu stellen, wo schlechtere Wohnverhältnisse und niedrige Einkommen vorherrschen und ein großräumiges Ausweichen (etwa ins Wochenende auf dem Land) bloß ein Traum sein kann. Bei der Ausgestaltung von Grünräumen ist das gesamte Grünraumsystem der Stadt miteinzubeziehen. Nicht jeder Park muss alles können (und damit vor lauter Ausstattung keinen Raum mehr bieten). Grünkorridore, wie Alleen, Baumreihen und Pflanzbeete in Straßen (in Wien sollen demnächst Gartenstraßen wie in Paris realisiert werden) sind ebenso wichtig, wie die Transformation von Industrie- oder Verkehrs-Brachflächen, um die ökologische Vernetzung zu stärken. Die Dringlichkeit verschärft sich massiv mit den Anforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Gut mit Grün versorgte Städte können aber sogar dazu beitragen, diese Auswirkungen gar nicht erst entstehen zu lassen.“

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VCÖ begrüßt beschlossene Zufahrtsregulierung in der Stadt Salzburg

VCÖ (Wien, 4. Mai 2026) - Die Mobilitätsorganisation VCÖ begrüßt den heutigen Beschluss der Stadtregierung Salzburgs, den Autoverkehr in der Altstadt zu beschränken. Im Juli und August dürfen nur Autos mit Kennzeichen aus der Stadt und den Umlandbezirken einfahren. Gäste können ihren Pkw an den Parkplätzen am Stadtrand um 7,50 Euro pro Tag stehen lassen und mit dem Ticket können bis zu fünf Personen den ganzen Tag den Öffentlichen Verkehr in der Stadt nutzen. Der VCÖ sieht in der Maßnahme einen wichtigen Schritt, um die Verkehrsbelastung in der Stadt zu reduzieren.

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Foto:  Petra Bork/pixelio.de

VCÖ: Kerosinverbrauch und klimaschädliche Emissionen des Flugverkehrs in Österreich im Vorjahr so hoch wie noch nie

VCÖ (Wien, 23. April 2026) – Im Vorjahr hat der Flugverkehr in Österreich erstmals mehr als eine Million Tonnen Kerosin verbraucht. Die klimaschädlichen CO2-Emissionen überschritten im Vorjahr die Drei-Millionen-Tonnen-Grenze und waren damit so hoch wie noch nie zuvor, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Angesichts drohender Lieferengpässe fordert der VCÖ ein Maßnahmenpaket zur Reduktion des Kerosinverbrauchs. Als Sofortmaßnahme sind EU-weit Privatjet-Flüge zu reduzieren. Kurzstrecken sind verstärkt auf Bahn oder Bus zu verlagern, Geschäftsflüge möglichst durch Videokonferenzen zu ersetzen. Zudem ist die Produktion von nicht-fossilen Flugkraftstoffen zu forcieren.

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Foto: British Airways-Flugzeug, welches über einen zugeparkten Parkplatz fliegt