Aus der Praxis – Lilli Lička

„Von jeder Wohnung aus sollte in wenigen Gehminuten ein Park erreichbar sein“

Porträtfoto von Lilli Lička
Lilli Lička, LL-Landschaftsarchitektur, ehem. Univ. Prof. für Landschaftsarchitektur BOKU Wien

„Städte kommen ohne Grün nicht aus. Grünräume sind nicht nur wichtig für das Wohlbefinden und die Erholung jedes und jeder Einzelnen. Sie sorgen auch für einen Ausgleich im klimatischen Gesamthaushalt der Stadt und sie sind für die lebensnotwendige Biodiversität essenziell. Sie entfalten ihre Wirkung vor allem, wenn sie in der Stadt gut vernetzt und so verteilt sind, dass von jeder Wohnung aus in wenigen Gehminuten ein Park erreichbar ist. Diese Grünraumgerechtigkeit bedeutet, dass nicht nur Menschen, die am grünen Rand wohnen oder mit eigenen Gärten versorgt sind, Anspruch auf Grün haben. Es ist sogar am wichtigsten, dort sogenannte wohnungsnahe Grünräume für die Gesundheitsförderung zur Verfügung zu stellen, wo schlechtere Wohnverhältnisse und niedrige Einkommen vorherrschen und ein großräumiges Ausweichen (etwa ins Wochenende auf dem Land) bloß ein Traum sein kann. Bei der Ausgestaltung von Grünräumen ist das gesamte Grünraumsystem der Stadt miteinzubeziehen. Nicht jeder Park muss alles können (und damit vor lauter Ausstattung keinen Raum mehr bieten). Grünkorridore, wie Alleen, Baumreihen und Pflanzbeete in Straßen (in Wien sollen demnächst Gartenstraßen wie in Paris realisiert werden) sind ebenso wichtig, wie die Transformation von Industrie- oder Verkehrs-Brachflächen, um die ökologische Vernetzung zu stärken. Die Dringlichkeit verschärft sich massiv mit den Anforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Gut mit Grün versorgte Städte können aber sogar dazu beitragen, diese Auswirkungen gar nicht erst entstehen zu lassen.“

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Wo macht der Einsatz von E-Fuels Sinn und wo nicht?

E-Fuels sind aus Wasserstoff, CO2 und Strom produzierte synthetische Kraftstoffe. Diese können theoretisch mit einem hohen Energieeinsatz aus erneuerbaren Quellen nachhaltig hergestellt werden. Das Problem ist allerdings, dass der Einsatz von E-Fuels aufgrund des umfassenden Herstellungsprozess und dem Einsatz im Verbrennungsmotor mit nur etwa 14 Prozent Wirkungsgrad sehr ineffizient ist und trotzdem vor Ort schädliche Stoffe wie Stickstoffdioxid bei der Verbrennung austreten. E-Fuels sollten daher nur dort eingesetzt werden, wo keine Alternative zur Verfügung steht.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ zu Zielnetz: Ausbau und Modernisierung der Schiene in Regionen und Ballungsräumen zügig umsetzen

VCÖ (Wien, 25. Jänner 2024) - Der Anteil der Schiene ist sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen, um einerseits die Verkehrsbelastung insbesondere in den Ballungsräumen zu reduzieren und andererseits die Klimaziele erreichen zu können. Der heute präsentierte Plan für das Zielnetz 2040 ist daher rasch in konkrete Maßnahmen umzusetzen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Positiv sieht der VCÖ, dass neben der Verbesserung internationaler Verbindungen ein Fokus auf die Verbesserung des Mobilitätsangebots in den Regionen und in den Ballungsräumen gelegt wird.

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