Aus der Praxis – Lisa Humer

„Wissenstransfer zwischen Städten und Regionen ist wichtig“

Porträtfoto von Lisa Humer
Lisa Humer, Netzwerkmanagerin Klimawandel-Anpassungsnetzwerk, Klima- und Energiefonds

„Klimawandelanpassung im Öffentlichen Raum ist essenziell, um Lebensqualität, Gesundheit und Infrastruktur langfristig zu sichern. Besonders wichtig sind integrative, naturbasierte Lösungen, die sowohl ökologisch als auch sozial wirken. Zentrale Aspekte sind die stärkere Einbindung lokaler Akteurinnen und Akteure, die Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit sowie die vorausschauende Raumplanung. Beim Klima- und Energiefonds unterstützen wir mit unseren Angeboten Städte und Regionen nicht nur finanziell, sondern bieten auch wichtigen Know-how-Aufbau und Vernetzung. Die Programme und Initiativen fördern zudem partizipative Prozesse und schaffen Bewusstsein für die Notwendigkeit frühzeitiger Anpassung an den Klimawandel. Ein gezielter Wissenstransfer zwischen Städten und Regionen ermöglicht es, voneinander zu lernen und gemeinsam wirksame Lösungen zu entwickeln, da vielerorts vergleichbare Herausforderungen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels bestehen.“

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Welche Lehren aus dem Hitzesommer 2026 aus Mobilitätssicht zu ziehen sind

Österreich hat den heißesten Sommer seiner Messgeschichte hinter sich. Es war ein Sommer voll großem menschlichen Leid: 646 hitzebedingte Todesfälle allein im Juni und Juli. In den Wochen danach wurde viel darüber gesprochen, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld vor Hitze schützen lassen. Wir sprechen über Beschattung, über Entsiegelung, über Begrünung und über Trinkbrunnen. All das sind wichtige Ansätze, und es braucht sie alle und mehr. Sie haben jedoch eine gemeinsame Voraussetzung, über die kaum jemand spricht: Sie brauchen Platz. Und dieser Platz ist in unseren Städten und Ortskernen fast überall bereits vergeben, allzu oft an das Auto.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

Gelegenheitsfenster zur Umgestaltung nutzen

Um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen hat die deutsche Stadt Brühl im Jahr 2025 ein Schwammstadt-Konzept mit 17 Maßnahmen beschlossen, von Entsiegelungsleitlinien, über die Schaffung fachbereichsübergreifender Planung, bis zu Bewusstseinsbildung und Anpassung von baulichen Mindeststandards.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand