Aus der Forschung: Maja Göpel

„Warum legen wir so viele Wege zurück?“

Es ist wichtig, unterschiedliche Energieformen voranzutreiben, also etwa die Mobilität zu elektrifizieren und auf erneuerbare Energie umzustellen, um die CO2-Bilanz der Mobilität zu senken. Und gleichzeitig zu überlegen: Was ist denn eigentlich Mobilität? Das ist für mich die wichtigere Frage. Welche Grundbedürfnisse befriedigt sie? Wir können auch noch mal den Aufbau der Strukturen unserer heutigen Städte und Umlandraume hinterfragen. Welche Möglichkeiten gibt es, Verkehrsmittel zu teilen? Aber auch die Notwendigkeit oder das Bedürfnis, Verkehr zu reduzieren, berücksichtigen. Wir werden dabei auf Jetset-Lebensstile, wie sie die Werbung propagiert, kommen, auf Shopping-Tourismus und billige Flugtickets – werden aber auch einsehen müssen, dass es für viele gar nicht mehr anders geht, weil sie ihren Arbeitsplatzen hinterherfahren müssen. Die Suche nach der Mobilität der Zukunft sollte also die Frage ins Zentrum stellen, warum wir so viele Wege zurücklegen.

Barbara Urban
Stadt Graz, Leiterin Gesamtverkehrskonzept

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Mehr als 2,6 Millionen Fahrrad-Haushalte in Österreich

VCÖ (Wien, 27. Mai 2026) - In Österreich besitzen laut Statistik Austria 63 Prozent aller Haushalte zumindest ein funktionstüchtiges Fahrrad. Zwischen den Bundesländern gibt es bei den Fahrrad-Haushalten einige Unterschiede, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. In Oberösterreich und Salzburg ist der Anteil der Fahrrad-Haushalte mit 71 Prozent am höchsten, in Wien mit 52 Prozent am niedrigsten. Wien ist aber das einzige Bundesland, wo es mehr Rad-Haushalte als Auto-Haushalte gibt. Beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich sind Projekte gesucht, die es der Bevölkerung erleichtern, das Fahrrad häufiger als Verkehrsmittel nutzen zu können.

Mehr dazu
Foto: Drei Fahrradfahrerinnen vor einer Straßenüberquerung