Aus der Praxis – Matthias Pokorn

„Gute Mobilität muss nicht erklärt werden, sie muss funktionieren!“

Porträtfoto von Matthias Pokorn
Matthias Pokorn, Bürgermeister von Premstätten

Für mich zeigt sich genau das jeden Morgen am Busbahnhof Premstätten. Als zweitstärkster Knotenpunkt im Busbündel Graz Süd-West – gemessen an den Fahrgastzahlen des Verkehrsverbundes Steiermark – ist er von zentraler Bedeutung für die Region. Hier treffen Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Gemeinden auf Pendlerinnen und Pendler Richtung Graz sowie in die Nachbarorte. Die unmittelbare Nähe zum regionalen Schulzentrum macht den Standort unverzichtbar für hunderte Familien. Menschen steigen nicht auf den Bus um, weil man es ihnen empfiehlt. Sie tun es, wenn Verbindungen funktionieren, Wege kurz sind und sie sich darauf verlassen können, pünktlich und komfortabel anzukommen. Gerade in einer stark vernetzten Region braucht es Verkehrsknotenpunkte, die Gemeinden miteinander verbinden und den öffentlichen Verkehr zu einer echten Alternative machen. Natürlich freue ich mich über die Auszeichnung als beste Bushaltestelle Österreichs. Noch mehr freut mich aber, dass der Busbahnhof jeden Tag von so vielen Menschen genutzt wird. Denn genau daran misst sich gute Mobilität: Sie muss nicht erklärt werden, sie muss funktionieren. Das ist für mich der eigentliche Erfolg dieses Projekts.

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VCÖ zu Klimastreik: Klimaziele nur mit verstärktem Umstieg von Auto auf Bahn erreichbar - Umfrage zeigt, was zum Umstieg bewegt

VCÖ (Wien, 23. September 2022) – 56 Prozent der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer fahren heute Strecken mit dem Zug, die sie früher mit dem Auto gefahren sind. Neben der nutzbaren Zeit waren die gestiegenen Spritpreise und das Klimaticket die Hauptgründe für den Umstieg, wie der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt. Für Pendlerinnen und Pendler war das Klimaticket ein besonders häufiger Grund vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Drei Viertel sagten, dass sie noch weitere Autofahrten auf die Bahn verlagern können. Als Voraussetzung dafür wurden eine kürzere Gesamtreisezeit der Bahn und häufigere Bahnverbindungen am häufigsten genannt. Der VCÖ betont, dass es angesichts flexiblerer Arbeitszeiten und mehr Teilzeit-Jobs auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten häufige Verbindungen braucht.

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Foto: Sarah Duit

Pendeln und die Bahn: Eine Beziehung mit Potenzial für mehr

Auch im Jahr 2022 hat der VCÖ mit dem VCÖ-Bahntest die größte unabhängige Fahrgastbefragung in den Zügen Österreichs durchgeführt. Teilgenommen haben knapp 9.400 Fahrgäste, befragt wurde im Zeitraum Mai bis Juni 2022 in zehn verschiedenen Bahnunternehmen. Mit 22 Prozent die größte Gruppe der befragten Bahnfahrgäste war zur Arbeit oder von dort wieder nach Hause unterwegs. Anlässlich der gestiegenen Treibstoffpreise bieten die Ergebnisse des VCÖ-Bahntests die Gelegenheit, mehr über die Beziehung zwischen Pendlerinnen und Pendlern und der Bahn herauszufinden – und sich der Frage anzunähern: Geht da noch mehr?

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash