Aus der Praxis – Matthias Pokorn

„Gute Mobilität muss nicht erklärt werden, sie muss funktionieren!“

Porträtfoto von Matthias Pokorn
Matthias Pokorn, Bürgermeister von Premstätten

Für mich zeigt sich genau das jeden Morgen am Busbahnhof Premstätten. Als zweitstärkster Knotenpunkt im Busbündel Graz Süd-West – gemessen an den Fahrgastzahlen des Verkehrsverbundes Steiermark – ist er von zentraler Bedeutung für die Region. Hier treffen Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Gemeinden auf Pendlerinnen und Pendler Richtung Graz sowie in die Nachbarorte. Die unmittelbare Nähe zum regionalen Schulzentrum macht den Standort unverzichtbar für hunderte Familien. Menschen steigen nicht auf den Bus um, weil man es ihnen empfiehlt. Sie tun es, wenn Verbindungen funktionieren, Wege kurz sind und sie sich darauf verlassen können, pünktlich und komfortabel anzukommen. Gerade in einer stark vernetzten Region braucht es Verkehrsknotenpunkte, die Gemeinden miteinander verbinden und den öffentlichen Verkehr zu einer echten Alternative machen. Natürlich freue ich mich über die Auszeichnung als beste Bushaltestelle Österreichs. Noch mehr freut mich aber, dass der Busbahnhof jeden Tag von so vielen Menschen genutzt wird. Denn genau daran misst sich gute Mobilität: Sie muss nicht erklärt werden, sie muss funktionieren. Das ist für mich der eigentliche Erfolg dieses Projekts.

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VCÖ: Fast jede vierte Person, die Pendlerpauschale bezieht, hat Jahreseinkommen von über 60.000 Euro

VCÖ (Wien, am 9. Juni 2026) – Mehr als 600 Millionen Euro kostet heuer die Pendlerpauschale und der Pendlereuro dem Budget. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Finanzministeriums zeigt, dass zuletzt fast jede vierte Person, die Pendlerpauschale bezog, ein Jahreseinkommen von über 60.000 Euro hatte. Und vier von zehn Personen, die Pendlerpauschale erhielten, hatten einen kurzen Arbeitsweg von zwei bis 19 Kilometern, informiert der VCÖ. Während die Bundesregierung in vielen Bereichen, von Familien, Gesundheit bis zum Klimaschutz, spart und Leistungen kürzt, wurde eine dringend notwendige Reform des Pendlerpauschales erneut verabsäumt. Und das, obwohl man mit einer Reform nicht nur Geld einsparen, sondern auch die soziale und ökologische Treffsicherheit verbessern hätte können.

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Foto:  Petra Bork/pixelio.de

VCÖ: Großes Potenzial des Radverkehrs in Österreich wird viel zu wenig genutzt

VCÖ (Wien, 2. Juni 2026) – Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer und damit in Radfahrdistanz. Zwei Drittel von Österreichs Haushalten haben mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad. In Vorarlberg legt die Bevölkerung bereits 22 Prozent ihrer Alltagswege mit dem Rad zurück, österreichweit sind es weniger als zehn Prozent. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich groß und wird bei weitem nicht ausgeschöpft, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ anlässlich des Welttags des Fahrrads am 3. Juni aufmerksam. Der VCÖ fordert eine österreichweite Rad-Infrastrukturoffensive sowie in Gemeinden und Städten sichere Bedingungen zum Radfahren durch mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50.

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Foto: Lächelnde Person auf Fahrrad. Im Hintergrund ist ein Markt zu sehen.