Aus der Praxis – Monika Aichholzer-Wurzer

„Es fehlt eine nachhaltige Erhaltungsstrategie für die Landesstraßeninfrastruktur“

Porträtfoto von Monika Aichholzer-Wurzer
Monika Aichholzer-Wurzer, Direktorin Landesrechnungshof Tirol

„Der Landesrechnungshof Tirol prüfte im Jahr 2024 die bauliche Erhaltung von Tiroler Landesstraßen. Für die Erhaltung des Landesstraßennetzes mit rund 2.240 Kilometern stellte das Land Tirol in den Jahren 2019 bis 2023 ein durchschnittliches Jahresbudget von rund 20,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Zustandsbeurteilung im Jahr 2022 zeigte, dass rund 90 Prozent der Tiroler Landesstraßen einen zumindest ausreichenden Gebrauchswert aufwiesen – und somit den gesetzlichen Erfordernissen der Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs entsprachen. Dagegen wies rund ein Drittel des Landesstraßennetzes einen schlechten und sehr schlechten Gesamtwert – und somit einen Erhaltungsrückstand – auf. Dabei ließ die langfristige Prognose keine wesentliche Zustandsverbesserung erwarten. Der Landesrechnungshof Tirol vermisste diesbezüglich eine nachhaltige Erhaltungsstrategie für die Landesstraßeninfrastruktur auf Basis strategischer Zielvorgaben mit entsprechenden Qualitätskriterien als wesentliche Voraussetzung für die Finanzplanung sowie einen effektiven Mitteleinsatz. Für eine ganzheitliche Betrachtung der Straßenerhaltung sollte neben der Gebrauchswertverbesserung auch der Erhalt des Substanzwertes der Straßen in der Strategie entsprechend berücksichtigt werden.

Zurück zur Übersicht

VCÖ: 20 Prozent weniger Verbrauch durch spritsparendes Fahren wirkt sich auf Kosten aus wie Spritpreis von 1,60 statt zwei Euro

VCÖ (Wien, 27. März 2026) – Die Osterwoche ist für viele auch eine beliebte Reisezeit. Wer mit dem Auto fährt, kann sich mit einem spritsparenden Fahrstil viel Geld sparen. Die Verringerung des Verbrauchs um 20 Prozent wirkt sich auf die Spritkosten wie eine Reduktion des Spritpreises von zwei Euro auf 1,60 Euro aus, verdeutlicht die Mobilitätsorganisation VCÖ. Insbesondere auf der Autobahn kann durch niedrigeres Tempo viel Sprit gespart werden: Bei Tempo 110 statt 130 sinkt der Verbrauch im Schnitt um 16 Prozent, bei Tempo 100 statt 130 sogar um 23 Prozent. Spritsparend fahren heißt vor allem langsamer, vorausschauend und niedrigtourig fahren, betont der VCÖ.

Mehr dazu
Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ: Österreichs Elektroautos reduzierten den Spritverbrauch im Vorjahr um rund 200 Millionen Liter

VCÖ (Wien, 22. März 2026) – Elektrofahrzeuge sind eine von mehreren Säulen, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass allein im Vorjahr Österreichs Elektroautos rund 200 Millionen Liter Sprit eingespart haben. Diese Einsparung kann durch das Forcieren der E-Mobilität in den kommenden Jahren stark erhöht werden. Die Anzahl der Elektroautos hat sich in Österreich seit Ende 2019 auf rund 266.000 verneunfacht, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ.

Mehr dazu
Foto: E-Auto, welches gerade geladen wird, vor einem Feld mit Windrädern