Aus der Praxis Nadja Bergmann& Lisa Danzer

Arbeitsplätze transformieren statt reduzieren

In den letzten Jahren fanden – basierend auf einer Studie von Frey&Osborne zum prinzipiellen
Automatisierungspotenzial von Arbeitsplätzen – vor allem Ängste schürende Prognosen der Zukunft der Erwerbsarbeit ihren Weg in die Medien. Mittlerweile ist die Auseinandersetzung damit vielschichtiger. Tenor ist, dass es zu einer weitreichenden Verschiebung der Anforderungen und Tätigkeitsprofile und somit zu einem Wegfall bestimmter Arbeitsplätze zugunsten neuer kommt. Hervorgehoben wird, dass „langweilige“ Routinearbeit und schwere körperliche Arbeit automatisiert werden, während spannende und kreative Arbeitsinhalte weiterhin in Menschenhand bleiben. Letztendlich steht das Versprechen einer humaneren und gerechteren Arbeitswelt im Raum. Voraussetzung dafür ist, dass Beschäftigte mit den digitalen Anforderungen Schritt halten können. Studien zeigen, es gibt hier noch Aufholbedarf in Betrieben: Während IT- und Führungskräfte umfassend geschult werden, stehen Beschäftigte ohne gute Ausbildung noch wenig im Mittelpunkt betrieblicher Bemühungen. Wie die digitale Zukunft für Beschäftigte tatsächlich aussehen wird, ist – noch – gestaltbar. Nicht nur technologische Fortschritte und Innovation bestimmen, wie in Zukunft gearbeitet wird, sondern auch die Beschäftigten, die Unternehmen und unterschiedliche Interessengruppen.

Nadja Bergmann 

L&R Sozialforschung 

Lisa Danzer

L&R Sozialforschung

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