Aus der Praxis Nadja Bergmann& Lisa Danzer

Arbeitsplätze transformieren statt reduzieren

In den letzten Jahren fanden – basierend auf einer Studie von Frey&Osborne zum prinzipiellen
Automatisierungspotenzial von Arbeitsplätzen – vor allem Ängste schürende Prognosen der Zukunft der Erwerbsarbeit ihren Weg in die Medien. Mittlerweile ist die Auseinandersetzung damit vielschichtiger. Tenor ist, dass es zu einer weitreichenden Verschiebung der Anforderungen und Tätigkeitsprofile und somit zu einem Wegfall bestimmter Arbeitsplätze zugunsten neuer kommt. Hervorgehoben wird, dass „langweilige“ Routinearbeit und schwere körperliche Arbeit automatisiert werden, während spannende und kreative Arbeitsinhalte weiterhin in Menschenhand bleiben. Letztendlich steht das Versprechen einer humaneren und gerechteren Arbeitswelt im Raum. Voraussetzung dafür ist, dass Beschäftigte mit den digitalen Anforderungen Schritt halten können. Studien zeigen, es gibt hier noch Aufholbedarf in Betrieben: Während IT- und Führungskräfte umfassend geschult werden, stehen Beschäftigte ohne gute Ausbildung noch wenig im Mittelpunkt betrieblicher Bemühungen. Wie die digitale Zukunft für Beschäftigte tatsächlich aussehen wird, ist – noch – gestaltbar. Nicht nur technologische Fortschritte und Innovation bestimmen, wie in Zukunft gearbeitet wird, sondern auch die Beschäftigten, die Unternehmen und unterschiedliche Interessengruppen.

Nadja Bergmann 

L&R Sozialforschung 

Lisa Danzer

L&R Sozialforschung

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Warum Österreichs Städte eine zeitgemäße Parkraumbewirtschaftung brauchen

Jeder Kfz-Parkplatz beansprucht etwa 13 m2 Platz. Wertvolle Fläche, der vor allem in der Stadt ein begrenztes Gut ist. Derzeit wird in sehr vielen Straßen abgestellten Fahrzeugen mehr Platz eingeräumt als den Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad mobil sind. Gleichzeitig fehlen in vielen Straßen schattenspendende Bäume oder kühlendes Grün, was angesichts der zunehmenden Hitzetage für viele Anrainerinnen und Anrainer ein zunehmendes Problem ist.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Mineralölsteuer-Einnahmen sinken, Sanierungsbedarf für Straßen steigt

VCÖ (Wien, 13. Mai 2025) – Für das Jahr 2024 rechnet das Finanzministerium mit einem Rückgang der Mineralölsteuereinnahmen um über 200 Millionen Euro auf 3,8 Milliarden Euro, macht der VCÖ aufmerksam. Bereits im Jahr 2023 waren die Einnahmen aus der Mineralölsteuer um 430 Millionen Euro niedriger als im Jahr 2019. Während die Einnahmen aus der Mineralölsteuer sinken, steigen aber aufgrund des Alters der Straßen, Brücken und Tunnel die Sanierungskosten für Bund, Länder und Gemeinden stark. Zusätzlich nehmen die Reparaturkosten durch Klimaschäden deutlich zu. Die Steuerbegünstigung von Diesel ist weder ökonomisch noch ökologisch betrachtet gerechtfertigt. Die Beibehaltung der Steuerbegünstigung von Diesel bei gleichzeitig nun höherer Besteuerung von Elektroautos steht auch im Widerspruch zu Österreichs Energie- und Klimazielen, betont der VCÖ.

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft