Aus der Praxis Nadja Bergmann& Lisa Danzer

Arbeitsplätze transformieren statt reduzieren

In den letzten Jahren fanden – basierend auf einer Studie von Frey&Osborne zum prinzipiellen
Automatisierungspotenzial von Arbeitsplätzen – vor allem Ängste schürende Prognosen der Zukunft der Erwerbsarbeit ihren Weg in die Medien. Mittlerweile ist die Auseinandersetzung damit vielschichtiger. Tenor ist, dass es zu einer weitreichenden Verschiebung der Anforderungen und Tätigkeitsprofile und somit zu einem Wegfall bestimmter Arbeitsplätze zugunsten neuer kommt. Hervorgehoben wird, dass „langweilige“ Routinearbeit und schwere körperliche Arbeit automatisiert werden, während spannende und kreative Arbeitsinhalte weiterhin in Menschenhand bleiben. Letztendlich steht das Versprechen einer humaneren und gerechteren Arbeitswelt im Raum. Voraussetzung dafür ist, dass Beschäftigte mit den digitalen Anforderungen Schritt halten können. Studien zeigen, es gibt hier noch Aufholbedarf in Betrieben: Während IT- und Führungskräfte umfassend geschult werden, stehen Beschäftigte ohne gute Ausbildung noch wenig im Mittelpunkt betrieblicher Bemühungen. Wie die digitale Zukunft für Beschäftigte tatsächlich aussehen wird, ist – noch – gestaltbar. Nicht nur technologische Fortschritte und Innovation bestimmen, wie in Zukunft gearbeitet wird, sondern auch die Beschäftigten, die Unternehmen und unterschiedliche Interessengruppen.

Nadja Bergmann 

L&R Sozialforschung 

Lisa Danzer

L&R Sozialforschung

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VCÖ-Fachveranstaltung: Arbeitswege für die Gesundheitsförderung nutzen

VCÖ (Wien, 3. September 2026) – Arbeitswege sind der häufigste Mobilitätsgrund an Werktagen und eine stark unterschätzte Gesundheitsressource. Sie sind eine große Chance, dass Beschäftigte regelmäßig zu gesunder Bewegung kommen, wurde bei der heutigen VCÖ-Online-Fachkonferenz festgestellt. Dass Unternehmen mit Mobilitätsmanagement das Mobilitätsverhalten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hin zu mehr aktiver Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad verändern können, zeigen erfolgreiche Beispiele. Einige davon wurden bei der Fachkonferenz vorgestellt. Der VCÖ fordert bessere politische Rahmenbedingungen, damit Unternehmen Mobilitätsmanagement als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung umsetzen.

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Foto: Julius Blum GmbH

Schwere E-Lkw sind praxistauglich – brauchen aber attraktivere Rahmenbedingungen

Der Trend geht auch im Straßengüterverkehr klar zum Elektromotor. Zahlreiche Unternehmen zeigen, dass schwere E-Lkw längst praxistauglich sind. Österreich liegt bei der Elektrifizierung schwerer Lkw derzeit im europäischen Vergleich unter den Top 10 mit 8,2 Prozent Anteil von E-Lkws an allen neuzugelassenen Lkw über 3,5 Tonnen. Spitzenreiter Island war kommt auf 30,5 Prozent, die Schweiz auf 26,3. Das Budget für Förderungen bleibt in Österreich jedoch absehbar knapp, der Kreis der Anspruchsberechtigten wird eingeschränkt. Was also tun, den Umstieg effektiv und trotz Budgetkrise zu unterstützen?

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash