Aus der Praxis: Nicole Ringer

„Maßnahmen am Schulweg zahlen sich aus.“

Um Gehen und Radfahren im ländlichen Raum attraktiv zu machen, braucht es vor allem den Willen der Lokal- und Regionalpolitik, aktive Mobilitätsformen zu fördern. Das heißt, ein offenes Bekenntnis zu aktiver Mobilität zu leben und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen und dabei nicht nur auf Förderungen von Land und Bund zu warten. Was es auch braucht, sind sichere Schulwege, die Kinder selbstständig zu Fuß und mit dem Fahrrad zurücklegen können. Wenn Kinder ihre Wege nur aus dem Fenster des Autos kennen, verlieren sie den Bezug zu ihrem Umfeld. Gleichzeitig werden Schulwege durch immer mehr Elterntaxis unsicherer. Maßnahmen im Bereich Schulweg zahlen sich besonders aus, da sie zukünftige Generationen früh mit aktiven Mobilitätsformen in Kontakt bringen und nachhaltige Fortbewegungsmuster implementieren. Es braucht mehr Information über Alternativen zum Auto. Viele können sich gar nicht vorstellen, wie ein Tag mit vielen Wegen und Transporten ohne ein Auto überhaupt funktionieren kann. Es braucht daher plakative Vorbilder in den Gemeinden.

Nicole Rieger
Raumplanerin,
dissertiert zum Thema, wie Radfahren und
Gehen im ländlichen Raum gestärkt werden können.

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VCÖ: Für viele startet die Radfahrsaison – VCÖ-Tipps für den Fahrrad-Check

VCÖ (Wien, 21. Februar 2025) – Auch wenn zunehmend mehr das ganze Jahr über Radfahren, für viele beginnt nun die Radfahrsaison. Eine VCÖ-Analyse der Radzählstellen in Wien zeigt, dass in den vergangenen drei Jahren im März im Schnitt 47 Prozent mehr Radfahrerinnen und Radfahrer pro Tag unterwegs waren als im Februar. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass nach einer Winterpause das Fahrrad vor der ersten Ausfahrt unbedingt einem Servicecheck zu unterziehen ist. Der VCÖ gibt Tipps, worauf bei der Wartung des Fahrrads zu achten ist.

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Foto: Lächelnde Person auf Fahrrad. Im Hintergrund ist ein Markt zu sehen.

VCÖ: Zwei Drittel der im Vorjahr im Straßenverkehr tödlich verletzten Fußgängerinnen und Fußgänger waren Seniorinnen und Senioren

VCÖ (Wien, 10. Jänner 2025) – 48 Fußgängerinnen und Fußgänger kamen im Vorjahr in Österreich bei Verkehrsunfällen ums Leben, um vier weniger als im Jahr 2023, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Die mit Abstand größte Opfergruppe waren Seniorinnen und Senioren. Zwei Drittel der Todesopfer gehörten der Generation 65 plus an. Drei Viertel der tödlichen Fußgängerunfälle passierten im Ortsgebiet. Die meisten tödlichen Fußgängerunfälle gab es in der Steiermark. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes und fehlertolerantes Verkehrssystem mit mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet.

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