Aus der Praxis: Nicole Suntinger

„Wir kombinieren Gemeindemobil mit E-Carsharing“

VCÖ-Magazin: Warum setzt die Sonnenregion Hohe Tauern als Klima- und Energie-Modellregion auf Elektro-Mobilität?

Nicole Suntinger: Die Sonnenregion Hohe Tauern liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol. Natur und Umwelt sind unser Kapital, Umweltschutz ist Teil der kulturellen Identitat. Um diese Potenziale zu erhalten, steht nachhaltiges Wirtschaften der Gemeinden und Betriebe an oberster Stelle. Wir haben auch die Standortnachteile des landlichen Raumes, wie etwa einen schwach ausgebauten Offentlichen Verkehr. Mit dem Zusammenschluss zur Sonnenregion Hohe Tauern haben sich die Gemeinden in vielen Bereichen vernetzt und nutzen Synergien, auch beim Klimaschutz.

VCÖ-Magazin: Welche Mobilitätsmaßnahmen hat die Sonnenregion Hohe Tauern bereits verwirklicht? 

Nicole Suntinger: Ein Erfolgsmodell sind die Gemeindemobile mit freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern in drei der vier Gemeinden, die die letzte Meile erschliesen und zusatzlich als klassisches E-Carsharing genutzt werden. Sie konnen von allen Gemeindeburgerinnen und -burgern von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, per Telefonanruf fur Fahrten innerhalb der Gemeindegrenzen, etwa zum Arzt, zur Bushaltestelle oder ins Geschaft, bestellt werden und kosten einen Euro pro Fahrt. Auserhalb der Betriebszeiten – am Abend, am Wochenende – kann das Gemeindemobil als E-Carsharing via Internet oder App fur private Fahrten gebucht werden. Diese Doppelnutzung erhoht die Auslastung der E-Fahrzeuge. Das E-Carsharing wird bis Ende 2019 mit den Leistungen des Verkehrsverbunds Tirol vernetzt. Erganzend unterstutzt die E-Mobilitatsstrategie Osttirol 2030 den koordinierten und raschen Ausbau der E-Mobilitat in einer landlichen Region wie Osttirol.

Foto: Wilke A

Nicole Suntinger
Managerin der Klima- und
Energie-Modellregion
Sonnenregion Hohe Tauern

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VCÖ-Bahntest: Welche Maßnahmen zum Umstieg vom Auto auf die Bahn bewegen

VCÖ (Wien, 30. August 2026) – Die Mobilitätsorganisation VCÖ hat im Rahmen des diesjährigen VCÖ-Bahntests untersucht, was zum Umstieg vom Auto auf die Bahn führt. Sechs von zehn Fahrgästen fahren heute Strecken mit der Bahn, die sie früher mit dem Auto zurückgelegt haben. Die wichtigsten Gründe für den Umstieg waren der Erwerb eines Klimatickets, die nutzbare Zeit beim Bahnfahren, gestiegene Autokosten und Verbesserungen des Bahnangebots. Weiteres Ergebnis beim VCÖ-Bahntest: Es könnten noch viele weitere Autofahrten auf die Bahn verlagert werden, wenn die Gesamtreisezeit bei Bahnfahrten verkürzt wird und häufigere Bahnverbindungen, insbesondere außerhalb der Hauptverkehrszeiten, angeboten werden.

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Foto: ÖBB/Harald Eisenberger

VCÖ-Bahnhofstest: St. Pölten Hauptbahnhof sowie Bahnhof Lienz und Bahnhof Mariazell von den Fahrgästen am besten bewertet

Wien (VCÖ, 21. August 2026) – Beim diesjährigen VCÖ-Bahnhofstest wurde der Hauptbahnhof St. Pölten von den Fahrgästen am besten von allen großen Bahnhöfen bewertet. „Silber“ geht heuer an Wien Westbahnhof, „Bronze“ an den Grazer Hauptbahnhof. Zum schönsten Bahnhof wurde von den Fahrgästen der Wiener Hauptbahnhof gewählt. Bei den größeren Bahnhöfen außerhalb der Landeshauptstädte gewinnt beim VCÖ-Bahnhofstest der Bahnhof Lienz vor dem Bahnhof Hohenems und dem Bahnhof St. Paul im Lavanttal. In dieser Kategorie gewinnt der Bahnhof Feldkirch die Wahl zum schönsten Bahnhof, bei den kleinen Bahnhöfen wurde der Bahnhof Mariazell am besten bewertet.

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