Aus der Praxis - Nina Sahdeva

Wir werden skeptischer sein gegenüber massentouristischen Angeboten

Nina Sahdeva: fairunterwegs – Redaktion & Bildung, Basel, www.fairunterwegs.org

Auch nach der Covid-19-Pandemie wird Reisen und Urlauben populär bleiben, doch es wird nicht mehr sein wie zuvor. Die neuen Sicherheitsstandards in Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen, Hotels und Gastrobetrieben werden den Urlaub verteuern. Zweite Wellen verstärken die Unsicherheit beim Buchen, wovon Versicherungen, Pauschalreiseanbieter und Reisebüros profitieren. Konkurse von KMUs drücken auf die Wertschöpfung in den Destinationen. Der Blick auf die Infektionsdaten am Urlaubsziel wird zu den Sicherheitsüberlegungen gehören. Wir werden skeptischer sein gegenüber massentouristischen Angeboten. Vielleicht fördert das ein klimaverträglicheres Reiseverhalten: häufigere Bahn- und Busreisen im Inland oder ins nahe Ausland, seltenere, längere und individueller gestaltete Fernreisen. Längere Aufenthalte würden das Verständnis und die Solidarität mit der Lokalbevölkerung begünstigen. Ob sich das Pendel beim Reisen in Richtung Nachhaltigkeit oder in Richtung Business-as-usual bewegt, hängt stark vom Verhalten der Reiseanbieter, der Destinationen und der Regierungen ab. Sie prägen die Wertschöpfungsketten, die Besucherflüsse und über Subventionen die Preisentwicklung.

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Mehr Autoverkehr auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen, aber nicht überall

VCÖ (Wien, 19. Dezember 2025) – Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen nahm der Autoverkehr heuer zu. Aber bei 86 von 211 Zählstellen waren in den ersten elf Monaten weniger Pkw unterwegs als im Vorjahr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Österreichs meist befahrene Autobahn ist weiterhin die A23, wo in den ersten elf Monaten knapp mehr als 59 Millionen Pkw rollten. Die Verkehrsbelastung kann mit verstärktem Mobilitätsmanagement von Unternehmen, Freizeiteinrichtungen und Tourismusregionen deutlich reduziert werden, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. In den Ballungsräumen sind Schnellbuslinien mit eigener Busspur eine wirksame Maßnahme zur Reduktion von Staus.

Mehr dazu
Foto: Autobahn, auf welcher einige Pkw und Lkw fahren

VCÖ-Fachveranstaltung: Erfolgreiches Mobilitätsmanagement im Tourismus

Die Dauer der Übernachtungen sinkt, die Anzahl der Urlaubsreisen steigt. Diese Entwicklungen führen auch zu mehr Verkehr. Mehr Autoverkehr belastet die Anrainerinnen und Anrainer, der Tourismus bekommt Akzeptanzprobleme bei der einheimischen Bevölkerung. Bei der VCÖ-Fachveranstaltung am 3. September 2025, an der mehr als 200 Personen teilnahmen, wurden Maßnahmen und Goodpractice-Projekte vorgestellt, die die Bundesländer und Tourismusregionen umsetzen können, damit mehr Gäste mit Bahn oder Bus anreisen und vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto mobil sind. Mit verbesserten Öffi-Angeboten wird das Tourismusland Österreich zudem für die wachsende Anzahl autofreier Haushalte in Europas Großstädten als Urlaubsdestination attraktiver.

Mehr dazu
Copyright: VCÖ