Aus der Praxis - Reinhard Wöhrenschimmel

Verstärktes Teilen von Fahrzeugen leistet einen Beitrag zur Mobilitätswende

Porträtfoto von Reinhard Wöhrenschimmel
Reinhard Wöhrenschimmel, Leiter Abteilung Personenverkehr der Sektion Mobilität im BMK

„Im Regierungsprogramm des Bundes ist die Erarbeitung von Strategien und Maßnahmen zum Ausbau von Sharing-
Diensten vorgesehen. Damit wird ein Zeichen in Richtung einer seit Jahren wachsenden und vielfältigen Community gesetzt, die sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich aktiv ist. Seitens des Klimaschutzministeriums durchgeführte Analysen bestätigen ein großes Potenzial in diesem Bereich.

Unter Einbindung von Stakeholdern haben wir die Sharing- Strategie für das Teilen von Fahrzeugen und Fahrten mit Unterstützung der AustriaTech erarbeitet und im Jahr 2023 veröffentlicht. Darin sind 13 Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Sharing-Diensten und zur Schaffung von Grundlagen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen vorgesehen.

Neben der Etablierung einer Plattform zum regelmäßigen Austausch innerhalb der Branche wird aktuell an Maßnahmen zur Verbesserung verkehrsrechtlicher Rahmenbedingungen (Definition von Carsharing, exklusive Parkflächen für Carsharing-Fahrzeuge etc.) sowie zur technischen Integration (multimodale Reiselösungen, Datenschnittstellen etc.) gearbeitet. Ein Handlungsleitfaden für Gemeinden soll darüber hinaus Barrieren zur Umsetzung von Sharing-Modellen senken und interessierten Gemeinden als einfache Anleitung zur Etablierung von Projekten dienen. Mit der Umsetzung der Sharing-Strategie soll sichergestellt werden, dass Sharing sein Potenzial erfüllen und seinen Beitrag im Rahmen der Mobilitätswende leisten kann.“

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VCÖ: Österreich ist bei Verkehrsreduktion laut Fachleuten säumig

VCÖ (Wien, 4. Februar 2026) – In Österreich werden zu wenige Maßnahmen gesetzt, um Verkehr zu vermeiden und zu reduzieren. Das ist ein zentrales Ergebnis einer nun veröffentlichten VCÖ-Fachpersonenbefragung, an der 435 Fachleute teilnahmen. Das größte Potenzial für Verkehrsvermeidung wird bei Arbeitswegen gesehen. Die Hauptverantwortung für die Umsetzung von Maßnahmen sehen die Expertinnen und Experten eindeutig bei der Politik, sowohl auf Bundes- und Landesebene als auch auf Stadt- und Gemeindeebene. Als besonders wirksam, um den Autoverkehr zu verringern, wird der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und Maßnahmen in der Raumplanung bewertet. Bei selbstfahrenden Fahrzeugen wird nur dann ein Potenzial zur Verkehrsreduktion gesehen, wenn diese auf den Öffentlichen Verkehr beschränkt werden. Bei selbstfahrenden Privatautos rechnet mehr als die Hälfte der Fachleute mit einer Zunahme des Verkehrsaufkommens.  

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Foto:  Petra Bork/pixelio.de

VCÖ: Preisunterschiede zwischen Bundesland-Klimatickets nehmen deutlich zu

VCÖ (Wien, 12. Dezember 2025) – In Salzburg ist das Klimaticket am günstigsten, in Oberösterreich ist der Preis am höchsten, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. In vier Bundesländern steigt der Preis für das Bundesland-Klimaticket mit 1. Jänner 2026, in fünf Bundesländern bleibt der Tarif gleich. Die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Bundesland-Klimaticket steigt im Jahr 2026 um 105 Euro auf 304 Euro. In allen Bundesländern ist die Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr aber im Vergleich zum Auto günstig. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler können sich mit dem Bundesland-Klimaticket viel Geld sparen, betont der VCÖ.

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Foto: Sarah Duit