Aus der Praxis - Reinhard Wöhrenschimmel

Verstärktes Teilen von Fahrzeugen leistet einen Beitrag zur Mobilitätswende

Porträtfoto von Reinhard Wöhrenschimmel
Reinhard Wöhrenschimmel, Leiter Abteilung Personenverkehr der Sektion Mobilität im BMK

„Im Regierungsprogramm des Bundes ist die Erarbeitung von Strategien und Maßnahmen zum Ausbau von Sharing-
Diensten vorgesehen. Damit wird ein Zeichen in Richtung einer seit Jahren wachsenden und vielfältigen Community gesetzt, die sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich aktiv ist. Seitens des Klimaschutzministeriums durchgeführte Analysen bestätigen ein großes Potenzial in diesem Bereich.

Unter Einbindung von Stakeholdern haben wir die Sharing- Strategie für das Teilen von Fahrzeugen und Fahrten mit Unterstützung der AustriaTech erarbeitet und im Jahr 2023 veröffentlicht. Darin sind 13 Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Sharing-Diensten und zur Schaffung von Grundlagen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen vorgesehen.

Neben der Etablierung einer Plattform zum regelmäßigen Austausch innerhalb der Branche wird aktuell an Maßnahmen zur Verbesserung verkehrsrechtlicher Rahmenbedingungen (Definition von Carsharing, exklusive Parkflächen für Carsharing-Fahrzeuge etc.) sowie zur technischen Integration (multimodale Reiselösungen, Datenschnittstellen etc.) gearbeitet. Ein Handlungsleitfaden für Gemeinden soll darüber hinaus Barrieren zur Umsetzung von Sharing-Modellen senken und interessierten Gemeinden als einfache Anleitung zur Etablierung von Projekten dienen. Mit der Umsetzung der Sharing-Strategie soll sichergestellt werden, dass Sharing sein Potenzial erfüllen und seinen Beitrag im Rahmen der Mobilitätswende leisten kann.“

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Was der Öffentliche Verkehr aus der Covid-19-Krise lernen kann

Eigentlich sollte das Jahr 2021 als „Europäisches Jahr der Schiene“ eine europaweite Öffi-Offensive bringen. Doch die Covid-19-Pandemie stellt den Öffentlichen Verkehr angesichts der Fahrgastrückgänge vor große Herausforderungen. Nichtsdestotrotz ist der Öffentliche Verkehr das zentrale Rückgrat auf dem Weg zu einem klimaverträglichen Verkehrssystem. Wie kann der Öffentliche Verkehr gestärkt aus der Covid-19-Krise hervorgehen? Diesen Fragen ist der VCÖ gemeinsam mit der TU Wien nachgegangen und hat dazu sowohl eine repräsentative Befragung der Bevölkerung Österreichs, als auch eine Umfrage unter rund 500 Fachleuten durchgeführt. Allgemein bewertet die Bevölkerung Österreichs die konkreten Reaktionen der Verkehrsunternehmen auf die Covid-19-Pandemie rückblickend überwiegend positiv.


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Grafik: VCÖ 2020

VCÖ-Veranstaltung: Öffentlicher Verkehr der Zukunft - Lehren aus Covid-19

Die Covid-19-Pandemie führte zum größten Fahrgastrückgang in der Geschichte der 2. Republik. Um die Klimaziele erreichen zu können, muss der Öffentliche Verkehr nicht nur frühere Fahrgäste zurückgewinnen, sondern auch einen deutlich höheren Anteil an der Mobilität erreichen als vor der Covid-19-Krise. Welche Maßnahmen für ein erfolgreiches Comeback des Öffentlichen Verkehrs nötig sind, wurde bei der online durchgeführten VCÖ-Fachkonferenz am 29. Jänner 2021 diskutiert. Mehr als 180 Fachleute nahmen daran teil.

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(c) VCÖ