Aus der Praxis: Robert Hoschek

„Die Beschäftigten ersparen der Firma die Schaffung von rund 150 Parkplätzen.“

Als bei OMICRON electronics im Jahr 2005 eine Gebäudeerweiterung samt Tiefgarage Thema wurde, fanden sich Mitarbeitende zur OMICRON Mobility Group zusammen. Die Tiefgarage war aus Kostengründen schnell vom Tisch, die Mobility Group blieb aber bestehen und dachte über Veränderungen des Mobilitätsverhaltens der Beschäftigten für den Weg zur Arbeit, auf Dienstreisen und bei Firmenevents nach. Das Fahrrad hat dabei einen hohen Stellenwert. Für den Transfer zwischen den bis zu zwei Kilometer voneinander entfernten Gebäudestandorten in Klaus stehen 50 Fahrräder bereit. Fahrkarten für den Verkehrsverbund, Fahrräder und Firmenautos können auch privat gebucht werden, das verringert bei jungen Mitarbeitenden den Wunsch, ein eigenes Auto anzuschaffen. Die Einführung der Eco-Miles im Jahr 2008 – als Bonus gibt es bei umweltfreundlicher Anreise zum Arbeitsort Gutscheine, etwa für Sport- und Gesundheitsartikel – setzte sichtbar Anreize, ohne eigenes Auto anzureisen. Die am Eco-Miles-System teilnehmenden Beschäftigten ersparen die Schaffung von etwa 150 Parkplätzen, da sie mit Fahrrad, Zug oder Bus zur Arbeit kommen. Mittlerweile ist vieles selbstverständlich geworden. Doch die Mobility Group gibt weiterhin Impulse, weil das Thema nur so präsent bleibt.

Robert Hoschek
VOMICRON electronics,
Klaus/Vorarlberg

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VCÖ: Im Vorjahr passierten 18 von 32 tödlichen Radverkehrsunfällen im Ortsgebiet

VCÖ (Wien, am 2. Juni 2025) – Im Vorjahr passierten in Österreich 18 der 32 tödlichen Verkehrsunfälle von Radfahrerinnen und Radfahrer im Ortsgebiet, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ am Vortag des Welt-Fahrradtags aufmerksam. Davon war jedes dritte Todesopfer älter als 65 Jahre. Der VCÖ weist darauf hin, dass Gemeinden und Städte mit mehr Tempo 30 statt 50 die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer deutlich erhöhen können. Gleichzeitig ist Tempo 30 eine sehr kostengünstige Maßnahme.

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Mehr Sicherheit, weniger Kosten: Wie Tempo 30 Gemeinden entlastet

Städte und Gemeinden in Österreich stehen unter erheblichem finanziellen Druck. Gleichzeitig wächst der Bedarf an sicherer Infrastruktur für aktive Mobilität, insbesondere auch fürs Radfahren. Es braucht Maßnahmen, die schnell, günstig und wirksam sind. Tempo 30 erfüllt diese Voraussetzungen: Es erhöht die Verkehrssicherheit, fördert die Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad, senkt Unfallkosten und Gesundheitsbelastungen und lässt sich rasch und günstig umsetzen.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash