Aus der Praxis: Thorsten Lenck

„CO2-Bepreisung ist unverzichtbar für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik“

Zur Einfuhrung eines CO2-Preises bei Warme und Verkehr stehen zwei marktwirtschaftliche Ansatze zur Auswahl: Emissionshandel oder Besteuerung. Bei der praktischen Umsetzung hat eine Emissionshandelslosung den entscheidenden Nachteil, dass in etlichen Bereichen Neuland betreten werden muss. Viele Definitions-, Abgrenzungs- und verwaltungstechnische Fragen machen eine schnelle Einfuhrung unmoglich. Die Steueroption, eine CO2-orientierte Erhohung der bereits existierenden Energiesteuern auf Benzin, Diesel, Heizol und Erdgas, ist schnell und burokratiearm umsetzbar, da sie auf das bestehende Steuersystem zuruckgreift. Die CO2-Bepreisung ist unverzichtbarer Baustein einer erfolgreichen Klimaschutzpolitik. Sie verteuert klimaschadlichen Energieverbrauch und begunstigt jene Konsumentinnen und Konsumenten, die sich vergleichsweise klimavertraglich verhalten. Um Wirkung zu entfalten, sollte der Einstiegspreis nicht unter 50 Euro pro Tonne CO2 liegen. Damit einkommensschwache Haushalte vor steigenden Energie- und CO2-Preisen geschutzt werden, sollten parallel zum CO2-Preis Programme aufgelegt werden, die dauerhaft und gezielt geringen Energiebedarf fordern.

Foto: agora Energiewende/Detlef Eden

Thorsten Lenck
Agora Energiewende

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VCÖ: Niedrigere Tempolimits können jährliche Spritkosten um über 500 Millionen Euro reduzieren

VCÖ (Wien, 13. April 2026) – Laut Umweltbundesamt reduzieren Tempolimit 100 auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie Tempolimit 80 auf Freilandstraßen den jährlichen CO2-Ausstoß des Verkehrs um 675.000 Tonnen. Das entspricht einer Verringerung des Spritverbrauchs um rund 270 Millionen Liter und reduziert bei aktuellen Spritpreisen die jährlichen Spritkosten um über 500 Millionen Euro, verdeutlicht die Mobilitätsorganisation VCÖ. Um Österreich unabhängiger von Erdöl zu machen, braucht es rasch ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Reduktion des Spritverbrauchs, betont der VCÖ.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

Spritkostenbremse: It’s the Spritverbrauch, stupid!

Österreich diskutiert über gestiegene Spritpreise – schon wieder. Die Bundesregierung hat nun mit einer Spritpreisbremse reagiert. Ein Blick über die Zapfsäule hinaus zeigt, dass die Diskussion zu kurz greift. Anstatt alle Jahre wieder zu diskutieren, was Österreich gegen schwankende Erdölpreise tun kann (nämlich fast nichts), sollten wir dringend darüber reden, wie wir uns rasch aus der Erdöl-Abhängigkeit befreien können.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash