Aus der Praxis: Thorsten Lenck

„CO2-Bepreisung ist unverzichtbar für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik“

Zur Einfuhrung eines CO2-Preises bei Warme und Verkehr stehen zwei marktwirtschaftliche Ansatze zur Auswahl: Emissionshandel oder Besteuerung. Bei der praktischen Umsetzung hat eine Emissionshandelslosung den entscheidenden Nachteil, dass in etlichen Bereichen Neuland betreten werden muss. Viele Definitions-, Abgrenzungs- und verwaltungstechnische Fragen machen eine schnelle Einfuhrung unmoglich. Die Steueroption, eine CO2-orientierte Erhohung der bereits existierenden Energiesteuern auf Benzin, Diesel, Heizol und Erdgas, ist schnell und burokratiearm umsetzbar, da sie auf das bestehende Steuersystem zuruckgreift. Die CO2-Bepreisung ist unverzichtbarer Baustein einer erfolgreichen Klimaschutzpolitik. Sie verteuert klimaschadlichen Energieverbrauch und begunstigt jene Konsumentinnen und Konsumenten, die sich vergleichsweise klimavertraglich verhalten. Um Wirkung zu entfalten, sollte der Einstiegspreis nicht unter 50 Euro pro Tonne CO2 liegen. Damit einkommensschwache Haushalte vor steigenden Energie- und CO2-Preisen geschutzt werden, sollten parallel zum CO2-Preis Programme aufgelegt werden, die dauerhaft und gezielt geringen Energiebedarf fordern.

Foto: agora Energiewende/Detlef Eden

Thorsten Lenck
Agora Energiewende

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VCÖ zu Spritpreisbremse: Nächster Schritt muss Spritverbrauchbremse sein

VCÖ (Wien, am 25. März 2026) - Nach der Einigung zur Spritpreisbremse muss als nächster Schritt ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Reduktion des Spritverbrauchs sein, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Das beginnt bei Bewusstseinskampagnen für spritsparendes Fahren und Anreize zur Bildung von Fahrgemeinschaften und den Umstieg auf Bahn, Bus und Fahrrad bis hin zu Mobilitätsmanagement von Unternehmen und niedrigeren Tempolimits.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

VCÖ zu Spritpreisbremse: Es fehlen Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs

VCÖ (Wien, 18. März 2026) – Die heute von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen gegen die Energiekrise sind enttäuschend, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Denn auf die jährlichen Spritkosten von Autofahrerinnen und Autofahrern hat der Spritverbrauch einen stärkeren Einfluss als die Spritpreise. Die vorgeschlagene Spritpreisbremse kommt als Gießkanne zudem den wohlhabenderen Haushalten viel stärker zugute. Der VCÖ fordert die rasche Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Reduktion des Spritverbrauchs.

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft