Aus der Praxis – Vincent Baur

„Abstellplätze für Fahrräder statt für Autos“

Porträtfoto von Vincent Bauer
Geschäftsführer SC Austria Lustenau

Aktive Mobilität ist beim SC Austria Lustenau kein Zusatzangebot, sondern Teil der Vereins-DNA. Das Stadion liegt quasi mitten im Ort, viele Fans kommen traditionell zu Fuß oder mit dem Fahrrad – auch direkt aus der grenznahen Schweiz. Beim Stadion-Neubau war deshalb klar: sichere, großzügige Fahrradabstellplätze statt zusätzlicher Autoparkplätze. Tatsächlich reisen sehr viele Besucherinnen und Besucher mit dem Rad an – das reduziert Verkehr, vermeidet Emissionen und sorgt für eine entspannte An- und Abreise rund ums Stadion. Gleichzeitig stärkt es die Verbindung zwischen Verein, Ort und Bevölkerung. Sport und Nachhaltigkeit gehören für uns zusammen. Wenn mehr Stadien und Verbände aktive Mobilität konsequent mitdenken, wird der Matchbesuch insgesamt klimafreundlicher und lebenswerter.

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VCÖ: Im Vorjahr waren 62 Prozent der im Straßenverkehr tödlich verletzten Radfahrenden Seniorinnen und Senioren

VCÖ (Wien, 13. Juli 2026) – Seniorinnen und Senioren sind die größte Opfergruppe bei tödlichen Radunfällen in Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Im Vorjahr waren 40 der insgesamt 65 mit Fahrrad oder E-Bike tödlich verletzten Radfahrenden 65 Jahre oder älter. Mit der wachsenden Anzahl älterer Menschen wird es immer wichtiger, dass unser Verkehrssystem seniorengerecht wird. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert den verstärkten Ausbau des Radwegenetzes insbesondere entlang von Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen und hohen Tempolimits. Im Ortsgebiet sind Verkehrsberuhigung sowie Tempo 30 statt 50 wirksame Maßnahmen, um insbesondere für ältere Menschen die Sicherheit beim Radfahren zu erhöhen.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ-Radfahrumfrage: Österreichs Gemeinden und Städte haben punkto Radfahrfreundlichkeit noch aufzuholen

VCÖ (Wien, 3. Juli 2026) – Zeugnisverteilung für Österreichs Gemeinden für ihre Radfahrfreundlichkeit: Mehr als 5.400 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei der VCÖ-Radfahrumfrage insgesamt 1.005 Gemeinden und Städte nach 21 Kriterien bewertet. Sieben von zehn gaben an, dass wichtige Ziele im Ort gut mit dem Fahrrad erreichbar sind. Verbesserungsbedarf wird vor allem bei der Verkehrssicherheit fürs Radfahren und bei der Rad-Infrastruktur gesehen. Dem Radverkehr ist in den Gemeinden und Städten mehr Platz zu geben. Und mehr Tempo 30 statt 50 erhöht die Sicherheit beim Radfahren für alle Altersgruppen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ.

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Foto: Lächelnde Person auf Fahrrad. Im Hintergrund ist ein Markt zu sehen.