Aus der Praxis – Vincent Baur

„Abstellplätze für Fahrräder statt für Autos“

Porträtfoto von Vincent Bauer
Geschäftsführer SC Austria Lustenau

Aktive Mobilität ist beim SC Austria Lustenau kein Zusatzangebot, sondern Teil der Vereins-DNA. Das Stadion liegt quasi mitten im Ort, viele Fans kommen traditionell zu Fuß oder mit dem Fahrrad – auch direkt aus der grenznahen Schweiz. Beim Stadion-Neubau war deshalb klar: sichere, großzügige Fahrradabstellplätze statt zusätzlicher Autoparkplätze. Tatsächlich reisen sehr viele Besucherinnen und Besucher mit dem Rad an – das reduziert Verkehr, vermeidet Emissionen und sorgt für eine entspannte An- und Abreise rund ums Stadion. Gleichzeitig stärkt es die Verbindung zwischen Verein, Ort und Bevölkerung. Sport und Nachhaltigkeit gehören für uns zusammen. Wenn mehr Stadien und Verbände aktive Mobilität konsequent mitdenken, wird der Matchbesuch insgesamt klimafreundlicher und lebenswerter.

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Gent steigert Radverkehr durch Infrastrukturumbau

Im Jahr 2017 wurde in Gent die Innenstadt sechs Sektoren eingeteilt, die für den motorisierten Durchzugsverkehr nicht mehr direkt passierbar sind. Schlüsselstraßen wurden in Radwege umgewandelt, Brücken für Kfz gesperrt. Mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Öffentlichen Verkehr kann die Innenstadt weiterhin durchquert werden.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

VCÖ-Fachveranstaltung: Mehr Radverkehr durch sichere Infrastruktur

Rund 3,8 Millionen Menschen in Österreich ab 16 Jahren nutzen zumindest gelegentlich das Fahrrad als Verkehrsmittel, davon 1,8 Millionen täglich oder mehrmals pro Woche. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich groß, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Eine zentrale Voraussetzung für mehr Radverkehr ist eine sichere Radinfrastruktur, so ein Ergebnis der VCÖ-Fachveranstaltung am 20. Mai 2026 an der mehr als 200 Personen teilgenommen haben und bei der auch internationale und nationale Good-Practice-Beispiele vorgestellt wurden. So ist im Ballungsraum Kopenhagen durch die Umsetzung von Radschnellwegen die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer auf der jeweiligen Route im Schnitt um 52 Prozent gestiegen, in der deutschen Stadt Freiburg hat sich der Radverkehr auf einer neuen Radvorrangroute mehr als verdoppelt.

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Foto von Radfahrenden auf Radweg