Aus der Praxis – Volker Nürnberg

„Nachhaltigkeit und Gesundheit greifen Hand in Hand“

Porträtfoto von Volker Nürnberg
Volker Nürnberg, Wirtschaftswissenschafter, BWL-Professor für Management, Health & HR und Head of Healthcare bei BearingPoint

In den vergangenen Jahren wurde viel über die ökologische Nachhaltigkeit diskutiert, die soziale wurde vernachlässigt. Im betrieblichen Setting betrifft dies die Mitarbeitenden. Sie können durch gesundes Verhalten auch ökologische Akzente setzen. Dies betrifft insbesondere die Mobilität. Wer nicht mit dem Auto zur Arbeit fährt, tut etwas für Gesundheit und Umwelt. Am gesündesten ist es, zu Fuß unterwegs zu sein, aber auch Fahrrad und E-Bike sind besonders für das Herz-Kreislauf-System förderlich. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel nimmt, bewegt sich mehrfach so viel und hat mehr soziale Kontakte, als wenn das Auto genommen wird. Gleiches gilt für regionale, gesunde Ernährung bei der Arbeit: Sie ist nachhaltiger und gesünder. Die mentale Gesundheit spielt eine immer größere Rolle. Damit werden etwa „Zivilisationskrankheiten“ wie Bluthochdruck und Diabetes reduziert und langfristig Milliarden für Unternehmen und Krankenkasse eingespart. Jedes Unternehmen sollte gesunde Mobilität fördern: Fußwege, Jobtickets, Bahncards, Fahrradlade- und -stellplätze, Duschmöglichkeiten sind gegenüber dem Auto zu privilegieren und im Speziellen die Führungskräfte sollten mit gutem Vorbild vorangehen.

Zurück zur Übersicht

VCÖ-Fachveranstaltung: Gesunde Arbeitswege erfolgreich fördern

Arbeitswege sind der häufigste Mobilitätsgrund an Werktagen und eine stark unterschätzte Gesundheitsressource. Sie sind eine große Chance, dass Beschäftigte regelmäßig zu gesunder Bewegung kommen, wurde bei der VCÖ-Online-Fachkonferenz am 3. September 2026 festgestellt. Dass Unternehmen mit Mobilitätsmanagement das Mobilitätsverhalten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hin zu mehr aktiver Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad verändern können, zeigen erfolgreiche Beispiele. Einige davon wurden bei der Fachkonferenz vorgestellt.

Mehr dazu
Mobilitätsmanagement bei Blum

VCÖ – Triple M-Umfrage: Reduktion der Anzahl der Verbrenner-Autos verringert aus Sicht der Mehrheit der Wiener Bevölkerung die Hitzebelastung in der Stadt

VCÖ (Wien, 3. August 2026) – Der Verkehr erhöht nicht nur durch die versiegelten Fahrbahnen und Parkplätze die Hitzebelastung, sondern auch durch die Abwärme von Kfz mit Verbrennungsmotor, wie Studien zeigen. In Wien ist die Mehrheit der Bevölkerung überzeugt, dass eine Reduktion von Verbrenner-Autos in der Stadt auch die Hitzebelastung reduziert, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Triple M hin. Am stärksten stimmen Familien, Personen mit Matura sowie unter 50-Jährige zu. Der VCÖ fordert eine Reduktion der Verkehrsbelastung, mehr Verkehrsberuhigung und verstärkte Maßnahmen für eine effizientere Mobilität in und nach Wien.

Mehr dazu