Aus der Praxis: Wolfgang Urbantschitsch

„Energiewende und Elektrifizierung als Schlüssel zur Mobilitätswende"

Energie- und klimapolitische Ziele machen es unumganglich, dass auch im Verkehr wirksame Masnahmen zur Reduktion der Treibhausgase getroffen werden. Europa setzt im jungst veroffentlichten „Clean Energy Package“ neue Impulse, um die Marktdurchdringung der E-Mobilitat zu pushen. In Osterreich gibt es bereits Forderprogramme fur den Kauf von Fahrzeugen und die Errichtung von Ladestationen. Positiv ist, dass das Netz offentlicher Ladestationen immer weiter ausgebaut wird. Trotzdem erfolgen noch immer mehr als 80 Prozent der Ladevorgange zu Hause. Im mehrgeschosigen Wohnbau und in Ballungszentren ist dies noch immer ein Problem. Wahrend in neuen Gebauden die Errichtung von Ladestationen bereits „mitgedacht“ wird, gibt es fur die Nachrustung im Gebaudebestand einige Hurden. Da zumeist davon ausgegangen werden kann, dass fur eine Ladestation ausreichend Anschlussleistung bereitsteht und die Netzbetreiber eine entsprechende Anbindung an das offentliche Stromnetz zulassen, ist die Errichtung aus Sicht des Elektrizitatsrechts ein untergeordnetes Problem. Vielmehr sind Bund, Bundeslander und Gemeinden gefordert, entsprechende Gesetzesanderungen etwa im Bau-, Wohn- und Eigentumsrecht durchzufuhren, damit in bestehenden Gebauden leichter Ladestationen errichtet werden konnen.  

Wolfgang Urbantschitsch,

Vorstand E-Control

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VCÖ-Mobilitätspreis Österreich für Regionalbus-Anschlusssicherung des Verkehrsverbunds Steiermark

VCÖ (Wien, 26. September 2025) – Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Österreich geht an den Verkehrsverbund Steiermark für die Umsetzung der landesweiten Regionalbus-Anschlusssicherung. Gestern Abend wurden im Odeon-Theater in Wien zwölf weitere Projekte von VCÖ, Mobilitätsministerium und ÖBB ausgezeichnet, unter anderem Projekte von Wiener Linien, Albus Salzburg, Lebensraum Tirol Gruppe, TU Wien und dem Verein Waldviertler Kernland.

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Foto: Preisträger:innen Kategorie Digitalisierung, Technologie und Automatisierung & Gesamtgewinn

Fachleute für verstärkte Maßnahmen, um mehr Güter auf die Schiene zu bringen

Um Klimaneutralität zu erreichen, sieht der österreichische Masterplan Güterverkehr einen Anteil des Schienengüterverkehrs von 34 bis 40 Prozent am gesamten Transportaufwand vor. Doch lag der Anteil der Schiene im Jahr 1951 in Österreich noch bei rund 75 Prozent, sank er bis 2023 auf nur mehr 26 Prozent. Der Trend verläuft somit deutlich gegen das Ziel und lässt sich unter den aktuellen Bedingungen kaum umkehren. Bei einer aktuellen VCÖ-Befragung von über 250 Fachpersonen aus 177 Organisationen mit Verkehrsbezug sind sich 93 Prozent der Befragten einig: Es braucht stärkere Maßnahmen, um den Schienengüterverkehr auf Klimakurs zu bringen.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash