Aus der Praxis: Wolfgang Urbantschitsch

„Energiewende und Elektrifizierung als Schlüssel zur Mobilitätswende"

Energie- und klimapolitische Ziele machen es unumganglich, dass auch im Verkehr wirksame Masnahmen zur Reduktion der Treibhausgase getroffen werden. Europa setzt im jungst veroffentlichten „Clean Energy Package“ neue Impulse, um die Marktdurchdringung der E-Mobilitat zu pushen. In Osterreich gibt es bereits Forderprogramme fur den Kauf von Fahrzeugen und die Errichtung von Ladestationen. Positiv ist, dass das Netz offentlicher Ladestationen immer weiter ausgebaut wird. Trotzdem erfolgen noch immer mehr als 80 Prozent der Ladevorgange zu Hause. Im mehrgeschosigen Wohnbau und in Ballungszentren ist dies noch immer ein Problem. Wahrend in neuen Gebauden die Errichtung von Ladestationen bereits „mitgedacht“ wird, gibt es fur die Nachrustung im Gebaudebestand einige Hurden. Da zumeist davon ausgegangen werden kann, dass fur eine Ladestation ausreichend Anschlussleistung bereitsteht und die Netzbetreiber eine entsprechende Anbindung an das offentliche Stromnetz zulassen, ist die Errichtung aus Sicht des Elektrizitatsrechts ein untergeordnetes Problem. Vielmehr sind Bund, Bundeslander und Gemeinden gefordert, entsprechende Gesetzesanderungen etwa im Bau-, Wohn- und Eigentumsrecht durchzufuhren, damit in bestehenden Gebauden leichter Ladestationen errichtet werden konnen.  

Wolfgang Urbantschitsch,

Vorstand E-Control

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Tempolimits – die „low hanging fruits“ im Klimaschutz

Der Verkehr muss einen stärkeren Beitrag zum Klimaschutz leisten als bisher, auch damit Österreich seine Klimaziele erreichen kann. Zuletzt hat ein Team aus über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehr als 1.400 Klimaschutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit und Umsetzbarkeit bewertet. Als eine der wirksamsten und gleichzeitig kostengünstig und rasch umsetzbaren Maßnahmen wurden niedrigere Tempolimits genannt.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: AK-Studie zeigt Notwendigkeit verstärkter Lkw-Kontrollen auf Österreichs Autobahnen

VCÖ (Wien, 23. Mai 2024) – Die Einhaltung des Tempolimits für Lkw ist im Interesse der Verkehrssicherheit und des Klimaschutzes verstärkt zu kontrollieren, fordert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Eine heute präsentierte Studie der Arbeiterkammer zeigt, dass 93 Prozent der Lkw auf Österreichs Autobahnen das Tempolimit von 80 km/h nicht einhalten. Das verursacht mehr Lärm und zusätzlich fast 200.000 Tonnen klimaschädliches CO2 pro Jahr und erhöht das Unfallrisiko.

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Foto: Sarah Duit