Blick zurück aus der Zukunft

Eingebunden statt abgekoppelt

„Da haben wir ja Glück gehabt“, kommentiert Leonore die Nachricht auf ihrem Bildschirm, die da sagt, dass gerade zahlreiche Gemeinden wieder unter Quarantäne gestellt wurden. Anfang der 2030er-Jahre hatte Leonore mit ihrer Familie die Stadt verlassen, um jetzt in der Region zu leben. Es hatte lange gedauert, bis in ihrem Ort jene digitalen Infrastrukturen fertiggestellt waren, die ein stadtfernes und dennoch vernetztes Leben in Verbindung mit künstlicher Intelligenz benötigt. Güterversorgung mit Drohnen und Selbstversorgung mit Strom aus Sonne und Wind hatten schnell funktioniert. Erst die pandemischen Seuchen der 2020er-Jahre, die immer wieder tausende Menschen zwangen ohne physischen Fremdkontakt in ihren Wohnquartieren auszuharren, hatten den digitalen Infrastrukturen Vorrang vor dem unwichtiger gewordenen Straßenbau verschafft. Selbst ganz kleine Gemeinden beendeten damals das Asphaltieren von Straßen für wenige Menschen zugunsten von Glasfaser-Kabel, Breitband-Internet und Funknetzen für die Mehrheit . Ungläubig liest Leonore, dass es offenbar jetzt, in den 2030er-Jahren, noch immer digital unversorgte Orte gibt, die nun isoliert unter Quarantäne stehen. Eine Horror-Vorstellung, dass jetzt Kinder abgekoppelt zu Hause sitzen, während ihre Tochter Brigid digital eingebunden zur Schule geht, bis die aktuelle Virusgefahr abgeklungen ist. Leonore ist zufrieden mit ihrer Gemeinde und murmelt: „Es war klug gewesen, Straßenbau-Budgets zugunsten wichtiger digitaler Infrastrukturen schon vor Jahren umzuschichten.“

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VCÖ: Österreichs größte Rohöllieferanten mit massiven Defiziten bei Pressefreiheit und Demokratie

VCÖ (Wien, 10. Dezember 2025) – 7,67 Millionen Tonnen Rohöl wurden im Vorjahr nach Österreich importiert. Der Großteil davon kommt aus Staaten mit großen Defiziten bei Demokratie und Pressefreiheit, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ am heutigen internationalen Tag der Menschenrechte aufmerksam. Der Verkehr war zuletzt für 83 Prozent des Erdölverbrauchs verantwortlich. Die große Erdölabhängigkeit des Verkehrs führt dazu, dass jährlich viele Milliarden Euro ins Ausland abfließen. Österreich ist beim Erdölverbrauch zu 96 Prozent von Importen abhängig, während Österreich im Vorjahr mehr Strom exportierte als importierte. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um den hohen Erdölverbrauch des Verkehrs zu verringern.

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

Flächendeckende Lkw-Maut bringt mehr Kostenwahrheit

In der Schweiz kommt der Schwerverkehr für verursachte Kosten im gesamten Straßennetz auf. In Österreich zahlt auf 98 Prozent der Straßen die Allgemeinheit. Geht es nach Fachleuten, soll sich das ändern.

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