Blick zurück aus der Zukunft

Eingebunden statt abgekoppelt

„Da haben wir ja Glück gehabt“, kommentiert Leonore die Nachricht auf ihrem Bildschirm, die da sagt, dass gerade zahlreiche Gemeinden wieder unter Quarantäne gestellt wurden. Anfang der 2030er-Jahre hatte Leonore mit ihrer Familie die Stadt verlassen, um jetzt in der Region zu leben. Es hatte lange gedauert, bis in ihrem Ort jene digitalen Infrastrukturen fertiggestellt waren, die ein stadtfernes und dennoch vernetztes Leben in Verbindung mit künstlicher Intelligenz benötigt. Güterversorgung mit Drohnen und Selbstversorgung mit Strom aus Sonne und Wind hatten schnell funktioniert. Erst die pandemischen Seuchen der 2020er-Jahre, die immer wieder tausende Menschen zwangen ohne physischen Fremdkontakt in ihren Wohnquartieren auszuharren, hatten den digitalen Infrastrukturen Vorrang vor dem unwichtiger gewordenen Straßenbau verschafft. Selbst ganz kleine Gemeinden beendeten damals das Asphaltieren von Straßen für wenige Menschen zugunsten von Glasfaser-Kabel, Breitband-Internet und Funknetzen für die Mehrheit . Ungläubig liest Leonore, dass es offenbar jetzt, in den 2030er-Jahren, noch immer digital unversorgte Orte gibt, die nun isoliert unter Quarantäne stehen. Eine Horror-Vorstellung, dass jetzt Kinder abgekoppelt zu Hause sitzen, während ihre Tochter Brigid digital eingebunden zur Schule geht, bis die aktuelle Virusgefahr abgeklungen ist. Leonore ist zufrieden mit ihrer Gemeinde und murmelt: „Es war klug gewesen, Straßenbau-Budgets zugunsten wichtiger digitaler Infrastrukturen schon vor Jahren umzuschichten.“

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Fachleute für verstärkte Maßnahmen, um mehr Güter auf die Schiene zu bringen

Um Klimaneutralität zu erreichen, sieht der österreichische Masterplan Güterverkehr einen Anteil des Schienengüterverkehrs von 34 bis 40 Prozent am gesamten Transportaufwand vor. Doch lag der Anteil der Schiene im Jahr 1951 in Österreich noch bei rund 75 Prozent, sank er bis 2023 auf nur mehr 26 Prozent. Der Trend verläuft somit deutlich gegen das Ziel und lässt sich unter den aktuellen Bedingungen kaum umkehren. Bei einer aktuellen VCÖ-Befragung von über 250 Fachpersonen aus 177 Organisationen mit Verkehrsbezug sind sich 93 Prozent der Befragten einig: Es braucht stärkere Maßnahmen, um den Schienengüterverkehr auf Klimakurs zu bringen.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Zwischen den Urlaubsländern große Unterschiede bei den Spritpreisen

VCÖ (Wien, 23. Juni 2025) – Bei den Spritpreisen gibt es zwischen den Urlaubsreisezielen große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im beliebtesten Reiseziel der Österreicherinnen und Österreicher, in Italien, kosten Benzin und Diesel mehr als hierzulande, in Kroatien etwas weniger. Für Benzin und Diesel ist unter anderem auch in Portugal, Frankreich und Deutschland mehr zu zahlen als in Österreich. Unabhängig von den Spritpreisen zahlt sich spritsparendes Fahren auf jeden Fall aus. Der Verbrauch und damit die Kosten können um gut 20 Prozent reduziert werden, betont der VCÖ.

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft