Carsharing-Flotte als mobile Zwischenspeicher nutzen

Elektro-Autos beim Laden in der Stadt Utrecht

Im Juni 2025 startete mit „Utrecht Energized“ Europas erstes großes V2G- Carsharing-Projekt, bei dem die Fahrzeuge als mobile Zwischenspeicher für das städtische Stromnetz fungieren. Für Utrecht ist das sehr relevant, zumal 35 Prozent der Hausdächer mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet sind und die Netzauslastung an Spitzenzeiten entsprechend hoch ist. Gestartet wurde mit 50 E-Pkw, Mitte 2026 waren es 300, bis Jahresende 2026 sind 500 und für 2027 eine Ausweitung auf 1.000 Fahrzeuge geplant. In den ersten fünf Monaten wurden je Auto täglich knapp neun Kilowattstunden Strom zurück ins Netz gespeist – mehr als der tägliche Strombedarf eines Ein-Personen-Haushalts in Österreich. Bei 1.000 E-Pkw könnte eine Leistung von rund 3,7 Megawatt erreicht und somit der Bedarf von rund 3.500 Haushalten in Spitzenzeiten gedeckt werden. 83 Prozent der Carsharing-Nutzenden sehen die V2G-Funktion als sinnvoll an, 94 Prozent waren mit dem Ladestand für die geplante Fahrt zufrieden. Eindhoven hat das Projekt noch Ende 2025 übernommen, eine Ausweitung auf Amsterdam und Rotterdam ist angedacht.

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Mobilitätsgespräch 2024: European Green Deal – die Mobilität von morgen gestalten

Die EU setzt im Rahmen des European Green Deals wichtige Schritte zur Erreichung der europaweiten Ziele zur Klimaneutralität 2050. Unternehmen wie die ÖBB spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Maßnahmen, wie beim 6. Mobilitätsgespräch am 19. Februar diskutiert wurde.

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Foto: ÖBB/Andreas Scheiblecker

Wo macht der Einsatz von E-Fuels Sinn und wo nicht?

E-Fuels sind aus Wasserstoff, CO2 und Strom produzierte synthetische Kraftstoffe. Diese können theoretisch mit einem hohen Energieeinsatz aus erneuerbaren Quellen nachhaltig hergestellt werden. Das Problem ist allerdings, dass der Einsatz von E-Fuels aufgrund des umfassenden Herstellungsprozess und dem Einsatz im Verbrennungsmotor mit nur etwa 14 Prozent Wirkungsgrad sehr ineffizient ist und trotzdem vor Ort schädliche Stoffe wie Stickstoffdioxid bei der Verbrennung austreten. E-Fuels sollten daher nur dort eingesetzt werden, wo keine Alternative zur Verfügung steht.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash