Covid-19-Pandemie zeigt: Aktive Mobilität braucht Platz

Foto: Pop-up Radweg, welcher auf einer Straße errichtet wurde und von mehreren Personen genutzt wird

In der Covid-19-Pandemie wurde im Jahr 2020 viel mehr gegangen und mit dem Fahrrad gefahren, als in der Zeit davor. Es wurde sichtbar, wie wenig Platz derzeit bewegungsaktiver Mobilität eingeräumt wird und wie rasch sich das ändern lässt. Viele Städte setzten spontan und kreativ Maßnahmen, um dem steigenden Platzbedarf zu entsprechen. In Barcelona und Mailand wurden Straßen in Fußgängerzonen umgewandelt. In Brüssel und Newcastle wurden Innenstädte zu verkehrsberuhigten Zonen mit Tempo 20. In Tel Aviv wurde die Innenstadt vorübergehend zur Fußgängerzone erklärt. In Lissabon und New York wurden Pkw-Abstellplätze umgenutzt, um Platz für Gastgärten zu schaffen. Große Aufmerksamkeit erlangten die Pop-Up-Radwege, wie sie temporär etwa in Auckland, Berlin, Lissabon, Paris, Barcelona, Rom und Wien errichtet wurden. Die Erfahrungen waren durchwegs positiv. Wichtig wäre, diese Experimente zumindest teilweise in dauerhafte Lösungen überzuführen.

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Verkehrsberuhigung schafft Raum für aktive Mobilität

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (Juli 2023) – Menschen werden durch zu hohe Geschwindigkeiten und viel Kfz-Verkehr nicht nur gefährdet, sondern auch in ihrer Mobilität eingeschränkt. Verkehrsberuhigung schafft mehr Platz für aktive Mobilität und damit einen Mehrwert für Klimaschutz, Gesundheit und Lebensqualität.

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Verkehrsberuhigte Straße in Spanien

VCÖ: Im Vorjahr mehr als doppelt so viele Fahrräder verkauft wie Pkw – „Fahrradland Österreich zum Radfahrland machen!“

VCÖ (Wien, am 1. Juni 2023) – Im Vorjahr wurden in Österreich 506.159 neue Fahrräder verkauft und damit mehr als doppelt so viele wie Pkw. Der Radverkehr ist in Österreich ein stark wachsender Wirtschaftsfaktor, macht der VCÖ anlässlich des Welttags des Fahrrads am 3. Juni aufmerksam. Es wurden im Vorjahr sieben Mal so viele Elektrofahrräder wie Elektroautos verkauft. Die Voraussetzungen für mehr Radverkehr sind in Österreich gut: Drei von vier Haushalten besitzen mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Großen Aufholbedarf gibt es jedoch bei der Rad-Infrastruktur. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert eine Infrastrukturoffensive für den Radverkehr.

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