Dynamisches Lkw-Laden in Österreich

Foto: Lkw mit Oberleitung auf Autobahn

Oberleitungen ermöglichen dynamisches Laden während der Fahrt, in Ergänzung zum stationären Laden. Im Forschungsprojekt „EnergyRoads“ wird seit März 2021 die Machbarkeit, Sinnhaftigkeit, Akzeptanz und mögliche Implementierung von Oberleitungen für E-Lkw in Österreich untersucht. Auf etwa der Hälfte der Autobahnen und Schnellstraßen könnten Oberleitungen demnach ohne Einschränkungen installiert werden, darunter auch die transeuropäischen Güterkorridore durch Österreich. An anderen Stellen erschweren Bebauungen (Lärmschutzwände, Brücken, Tunnel etc.) eine Installation oder erfordern kreative Lösungen und bedeuten höhere Kosten. Etwa ein Viertel des hochrangigen Straßennetzes kommt dafür nicht in Frage. In Schweden und Deutschland gibt es bereits mehrere umgesetzte Teststrecken mit Oberleitungen.

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Elektrofahrzeuge als flexible Pufferspeicher für Stromnetze nutzen

VCÖ (Wien, 13. Oktober 2026) - Die Zahl der Elektrofahrzeuge hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und erhält heuer durch die Dieselkrise einen zusätzlichen Schub. Mittlerweile gibt es in Österreich mehr als 310.000 Elektro-Pkw, rund 21.000 Elektro-Klein-Lkw, fast 1.100 schwere Elektro-Lkw und mehr als 700 Elektrobusse, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Da Elektromotoren deutlich effizienter als Verbrennungsmotoren sind, sinkt mit dem steigenden Anteil der E-Mobilität der Energiebedarf des Verkehrs. Aber der Strombedarf steigt. Gleichzeitig bieten Elektro-Pkw eine große Chance, Strom aus Einspeisespitzen zu speichern und damit den Anteil der Solar- und Windenergie zu erhöhen, betont der VCÖ.

Mehr dazu
Foto: E-Auto, welches gerade geladen wird, vor einem Feld mit Windrädern

Carsharing-Flotte als mobile Zwischenspeicher nutzen

Im Juni 2025 startete mit „Utrecht Energized“ Europas erstes großes V2G- Carsharing-Projekt, bei dem die Fahrzeuge als mobile Zwischenspeicher für das städtische Stromnetz fungieren. Für Utrecht ist das sehr relevant, zumal 35 Prozent der Hausdächer mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet sind und die Netzauslastung an Spitzenzeiten entsprechend hoch ist. Gestartet wurde mit 50 E-Pkw, Mitte 2026 waren es 300, bis Jahresende 2026 sind 500 und für 2027 eine Ausweitung auf 1.000 Fahrzeuge geplant.

Mehr dazu
Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand