Elektrifizierung von Diesel-Lkw

Foto: Zwei elektrische Lkw von Temmel

Das Transport- und Logistikunternehmen Temmel hat in einem Projekt erarbeitet, wie alte Diesel-Lkw auf Elektro-Antrieb umgerüstet werden können. Der benötigte Strom dazu stammt aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kundinnen und Kunden, die damit gleichzeitig ihre Lagerhalle mit selbst produziertem Strom versorgen können. Im Sommer 2019 fanden erste Praxistests statt. Geplant ist die Umrüstung von 22 Lkw bis zum Jahr 2021, mit denen jährlich rund 550.000 Lkw-Kilometer zurückgelegt werden, was einer jährlichen CO2-Reduktion von rund 660 Tonnen entspricht.

Zurück zur Übersicht

Straßenschäden durch Lkw verursachen hohe Kosten

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (Mai 2023) – Österreich hat ein langes Straßennetz mit vielen Brücken und Tunneln. Die Instandhaltung ist teuer – und wird umso aufwändiger, je älter und schlechter der Bestand ist. Lkw nutzen die Infrastruktur deutlich stärker ab als Pkw, kommen aber derzeit nicht für diese Kosten auf.

Mehr dazu
Lkw fahren auf einer bergigen Landstraße

Ladekorridore für E-Lkw im hochrangigen Straßennetz

Entlang der europäischen Autobahnen und Schnellstraßen entsteht ein Netz von Schnellladestationen für E-Lkw. Spätestens im Jahr 2030 sollen Lkw im hochrangigen Straßennetz der EU mindestens alle 60 Kilometer eine Möglichkeit zum Schnellladen vorfinden. Ein erster sogenannter Ladekorridor für schwere Lkw ist in Deutschland zwischen Dortmund und dem rund 300 Kilometer entfernten Schwegenheim inzwischen in Betrieb. An derzeit sechs Autohöfen des deutschen Mineralölkonzerns Aral können Lkw an einer 300 Watt-Ladesäule laden. Während einer der gesetzlich vorgeschriebenen 45-minütigen Pausen für die Lenker und Lenkerinnen ist so eine Zwischenladung für weitere 200 Kilometer möglich. Noch im Laufe des Jahres 2023 wird der Ladekorridor mit zwei weiteren Standorten verdichtet.

Mehr dazu