Frankreich: Verbot von Inland-Flügen entlang gut ausgebauter Bahnverbindungen

Frankreich hat einen ersten Schritt zur Reduzierung von Kurzstreckenflügen unternommen. Auf Strecken, die mit regelmäßig verkehrenden Direktzügen innerhalb von zweieinhalb Stunden befahren werden können, dürfen Airlines keine Inland-Flüge mehr anbieten. Ein entsprechendes Gesetz war Bedingung der Regierung Frankreichs als Gegenleistung für Staatshilfen an Air France-KLM während der Covid-19-Pandemie. Konkret betrifft dies im Moment drei Destinationen zwischen dem Flughafen Orly südlich von Paris nach Nantes, Bordeaux sowie Lyon. Durch eine Verbesserung der Zugverbindungen oder ein Anheben der zweieinhalbstündigen Zeitgrenze könnten in Zukunft noch weitere Inland-Flüge auf die Bahn verlagert werden.

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Energiewende im Verkehr voranbringen

Kein anderer Sektor in Österreich benötigt so viel Energie wie der Verkehr. Ein Drittel von Österreichs Energiebedarf „frisst“ der Verkehr, davon wiederum 90 Prozent der Kfz-Verkehr. Und dieser ist fast  zur Gänze, nämlich zu 92 Prozent, von Erdöl abhängig. Kfz-Motoren verbrennen 75 Prozent des gesamten verbrauchten Erdöls in Österreich. Diese VCÖ-Publikation beleuchtet mit Daten und Fakten den Energiebedarf des Verkehrs und wie dieser deutlich reduziert und auf Klimakurs gebracht werden kann.

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VCÖ: Flugverkehr in Österreich wurde im Vorjahr durch fehlende Kerosinsteuer mit rund 360 Millionen Euro steuerlich begünstigt

VCÖ (Wien, 10. März 2023) – Der Kerosinverbrauch ist in Österreich im Jahr 2022 um rund 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 gestiegen und damit auch die Steuerbegünstigung von Kerosin. Der Flugverkehr in Österreich wurde durch die fehlende Kerosinsteuer mit rund 360 Millionen Euro steuerlich begünstigt, informiert der VCÖ. Trotz sich verschärfender Klimakrise bezahlen Flugkonzerne nach wie vor keine Mineralölsteuer für Kerosin. Der VCÖ fordert die rasche Einführung einer Kerosinsteuer auf EU-Ebene. Unternehmen können einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem kürzere Geschäftsflüge auf die Bahn verlagert und längere durch Videokonferenzen ersetzt werden.

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Foto: Sarah Duit