Für die Verkehrswende einsetzen lohnt sich

Katharina Jaschinsky, VCÖ-Verkehrspolitik, seit dem Jahr 2023 beim VCÖ

Beim Thema Klimawandel und dem Einfluss des Verkehrssektors steht die Reduktion von CO2-Emissionen meist im Mittelpunkt der Debatte. Was dabei vergessen wird ist, dass der gesellschaftliche Mehrwert von klimaverträglichen Mobilitätsmaßnahmen weit über die Gestaltung eines energieeffizienteren Systems hinaus geht. Viel mehr entsteht die Möglichkeit mehr Wege bewegungsaktiv, sicherer und entspannter zurückzulegen. Mehr Mobilität zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto erhöht die Lebensqualität in Gemeinden und Städten. Von weniger Abgasen, weniger Verkehrslärm und erhöhter Sicherheit im Verkehr profitiert die Gesundheit von Jung und Alt. Zudem verbessert sich die Aufenthaltsqualität und belebtere Ortskerne entstehen (wieder), was nebenbei auch die lokale Wirtschaft stärkt. Zusätzlich ist klimaverträgliche Mobilität für die Haushalte, die Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt kostengünstiger.

Weniger Abgase, weniger Lärm – mehr Gesundheit, mehr Lebensqualität

Der Einsatz für eine bessere Verkehrswelt lohnt sich, weil jede und jeder von Mobilitätsmaßnahmen betroffen ist. Die jährlich im Rahmen des VCÖ-Mobilitätspreises ausgezeichneten Projekte zeigen, dass bereits heute viele vorbildliche Unternehmen, Gemeinden, Schulen und andere Initiativen im Sinne einer ökologisch verträglichen und sozial gerechten Verkehrswende aktiv sind. Es braucht eine Vielzahl solcher Akteurinnen und Akteure, die verstehen, dass  eine neue Verkehrswelt mit vielen positiven Veränderungen und einer besseren Lebensqualität für alle einhergeht. Gemeinsam mit strukturellen Rahmenbedingungen lohnt sich der Einsatz für eine bessere Verkehrswelt dann auch definitiv.

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VCÖ: Wienerinnen und Wiener legen jeden 3. Alltagsweg zu Fuß zurück

VCÖ (Wien, 19. April 2024) – Nicht nur beim Vienna City Marathon auch in der Mobilität der Wiener Bevölkerung spielen die Beine eine zentrale Rolle: Die Wienerinnen und Wiener legen 32 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß zurück. Das ist der höchste Anteil im Bundesland- und Landeshauptstadt-Vergleich, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Wo es Verbesserungen für Fußgängerinnen und Fußgänger braucht, erhebt der VCÖ nun gemeinsam mit der Bevölkerung. In einer Online-Karte können Bürgerinnen und Bürger eintragen, wo es Problemstellen, wie beispielsweise zu schmale Gehsteige oder gefährliche Übergänge gibt.

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VCÖ und Stadträtin Sima: Wiener*innen heute nachhaltiger mobil als vor 20 Jahren - 20. VCÖ-Mobilitätspreis Wien gestartet

VCÖ (Wien, 10. April 2024) - Viele Wienerinnen und Wiener sind nachhaltig mobil: Neun von zehn fahren zumindest gelegentlich mit den Öffis, mehr als die Hälfte nutzt das Fahrrad als Verkehrsmittel. Mit 74 Prozent legen die Wienerinnen und Wiener insgesamt fast dreimal so viele Alltagswege zu Fuß, mit Öffis und Fahrrad zurück wie mit dem Auto, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die Ausgangslage ist also gut, dennoch gibt es natürlich auch in Wien noch Potenzial für mehr nachhaltige Mobilität. Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Wien steht deshalb unter dem Motto "Mobilität nachhaltig verbessern", der heute von Stadträtin Ulli Sima, dem VCÖ und den ÖBB gestartet wurde. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass nachhaltige Mobilität nicht nur Treibhausgase reduziert, sondern auch Kosten. Im Nachhaltigkeit-Check der Mobilität stehen bewegungsaktive Mobilität sowie der Öffentliche Verkehr am Podest.

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Foto: Sarah Duit