Gent steigert Radverkehr durch Infrastrukturumbau

Frau auf Fahrrad fährt auf einer Straße in Europa. Viele parkende Fahrräder am Fahrbahnrand.

Im Jahr 2017 setzte die belgische Stadt Gent einen Verkehrszirkulationsplan um: Die Innenstadt wurde in sechs Sektoren eingeteilt, die für den motorisierten Durchzugsverkehr nicht mehr direkt passierbar sind. Schlüsselstraßen wurden in Radwege umgewandelt, Brücken für Kfz gesperrt.a Mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Öffentlichen Verkehr kann die Innenstadt weiterhin durchquert werden. Das Ergebnis: Der Kfz-Verkehr ging innerstädtisch um 17 Prozent zurück, die Zahl der Radfahrenden in der Innenstadt stieg um 50 Prozent, der Radverkehr von und nach der Innenstadt sogar um 60 Prozent. Rund 30 Prozent der Genter Bevölkerung änderten ihr Mobilitätsverhalten. Der Anteil der Radfahrenden unter den innenstädtischen Beschäftigten stieg binnen drei Jahren von 20 Prozent auf 29 Prozent.

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VCÖ: Zahl neuer Elektrofahrzeuge stieg im Vorjahr auf fast 300.000 – Elektrofahrräder erneut Spitzenreiter

VCÖ (Wien, am 9. April 2026) – Die Zahl neuer Elektrofahrzeuge ist im Vorjahr in Österreich erneut gestiegen, um fünf Prozent auf rund 292.100, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Drei Viertel davon waren mit fast 223.000 erneut Elektrofahrräder. In absoluten Zahlen gab es bei E-Pkw die größten Zuwächse, prozentuell legten Lkw und Busse am stärksten zu, deren Neuzulassungen sich – auf niedrigem Niveau – verdoppelten. Angesichts der Spritkrise fordert der VCÖ verstärkte Maßnahmen, um die Energiewende im Kfz-Verkehr zu beschleunigen. Zudem ist die Rad-Infrastruktur rascher zu verbessern, damit das große Potenzial von E-Bikes besser genutzt werden kann.

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VCÖ: Lobauautobahn ist keine nachhaltige Lösung für die bestehenden Verkehrsprobleme

VCÖ (Wien, 2. April 2026) - Die Lobauautobahn ist extrem teuer, verursacht große ökologische Schäden und ist keine wirksame Lösung für die bestehenden Verkehrsprobleme, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ anlässlich der beginnenden Vorbereitungsarbeiten für den Bau der S1 zwischen Groß-Enzersdorf und dem Knoten Süßenbrunn fest. Die Prognosen, auf denen das bereits im Jahr 2009 eingereichte Projekt basiert, sind veraltet und bereits heute von der Realität widerlegt. Der VCÖ fordert die rasche Umsetzung von Maßnahmen, die bereits heute wirksam werden und die Staus auf der Südosttangente reduzieren sowie Anrainerinnen und Anrainer entlasten.

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Foto: Th. Reinhardt pixelio.de