Gent steigert Radverkehr durch Infrastrukturumbau

Frau auf Fahrrad fährt auf einer Straße in Europa. Viele parkende Fahrräder am Fahrbahnrand.

Im Jahr 2017 setzte die belgische Stadt Gent einen Verkehrszirkulationsplan um: Die Innenstadt wurde in sechs Sektoren eingeteilt, die für den motorisierten Durchzugsverkehr nicht mehr direkt passierbar sind. Schlüsselstraßen wurden in Radwege umgewandelt, Brücken für Kfz gesperrt.a Mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Öffentlichen Verkehr kann die Innenstadt weiterhin durchquert werden. Das Ergebnis: Der Kfz-Verkehr ging innerstädtisch um 17 Prozent zurück, die Zahl der Radfahrenden in der Innenstadt stieg um 50 Prozent, der Radverkehr von und nach der Innenstadt sogar um 60 Prozent. Rund 30 Prozent der Genter Bevölkerung änderten ihr Mobilitätsverhalten. Der Anteil der Radfahrenden unter den innenstädtischen Beschäftigten stieg binnen drei Jahren von 20 Prozent auf 29 Prozent.

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VCÖ-Fachveranstaltung: Verkehrsberuhigung umsetzen - Good Practice aus dem In- und Ausland

In Wales wurde im September landesweit 20 mph – entspricht Tempo 30 – im Ortsgebiet eingeführt. Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht? Das berichtete Ian Bradfield von der Walisischen Bundesverwaltung bei der VCÖ-Fachveranstaltung am 11. Jänner 2024. Weiterhin wurden Tempo 30 und weitere Maßnahmen in Helsinki durch Roni Utriainen von der Stadtverwaltung Helsinki  vorgestellt und der „Ghent Circulation Plan“ durch Peter Vansevenant präsentiert. In einem anschließenden World-Café wurden 5 Themenbereiche rund um Verkehrsberuhigung in kleineren Gruppe vertiefend diskutiert und bearbeitet.

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Foto: Stadt Graz/Gostentschnigg

Mikroplastik-Emissionen des Verkehrs sind zu reduzieren

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (Jänner 2024) – Der Verkehr ist der größte Verursacher von Mikroplastik. Reifen- und Bremsabrieb sind für große Mengen der gesundheitsschädlichen Partikel verantwortlich. Niedrigeres Tempo und leichtere Fahrzeuge reduzieren den Verschleiß.

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Schulstraße mit Eltern und Kindern vor einer Volksschule in Wien