Gent steigert Radverkehr durch Infrastrukturumbau

Frau auf Fahrrad fährt auf einer Straße in Europa. Viele parkende Fahrräder am Fahrbahnrand.

Im Jahr 2017 setzte die belgische Stadt Gent einen Verkehrszirkulationsplan um: Die Innenstadt wurde in sechs Sektoren eingeteilt, die für den motorisierten Durchzugsverkehr nicht mehr direkt passierbar sind. Schlüsselstraßen wurden in Radwege umgewandelt, Brücken für Kfz gesperrt.a Mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Öffentlichen Verkehr kann die Innenstadt weiterhin durchquert werden. Das Ergebnis: Der Kfz-Verkehr ging innerstädtisch um 17 Prozent zurück, die Zahl der Radfahrenden in der Innenstadt stieg um 50 Prozent, der Radverkehr von und nach der Innenstadt sogar um 60 Prozent. Rund 30 Prozent der Genter Bevölkerung änderten ihr Mobilitätsverhalten. Der Anteil der Radfahrenden unter den innenstädtischen Beschäftigten stieg binnen drei Jahren von 20 Prozent auf 29 Prozent.

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VCÖ: In Wien ist den vergangenen 10 Jahren Radverkehr im Dezember um 50 Prozent gestiegen

VCÖ (Wien, 1. Dezember 2023) – Die Wienerinnen und Wiener sind beim Radfahren heuer auf Rekordkurs unterwegs, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Nach dem Höchstwert im Jahr 2022 ist der Radverkehr heuer weiter gestiegen. In den ersten zehn Monaten waren bei den 18 Zählstellen um fünf Prozent mehr Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Und immer mehr in Wien nutzen das Fahrrad das ganze Jahr. Im Dezember des Vorjahres waren um rund 50 Prozent mehr mit dem Fahrrad unterwegs als im Dezember 2013. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert mehr Platz für den Radverkehr und gibt Tipps für das sichere Radfahren im Winter.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ: Öffi-Angebot in Österreichs 124 regionalen Zentren weist große Unterschiede auf

VCÖ (Wien, 10. November 2023) – Während in 20 der 124 regionalen Zentren Österreichs mehr als 150 Züge pro Werktag halten, sind zwölf regionale Zentren gar nicht mit der Bahn erreichbar, wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Gegenüber dem Jahr 2019 ist in 90 regionalen Zentren die Zahl der Zughalte gestiegen. Mit Linienbussen sind alle regionalen Zentren erreichbar, in jedem dritten gibt es ein Mikro-ÖV Angebot. Die Mobilitätorganisation VCÖ fordert mehr öffentliche Verkehrsverbindungen für die Regionen sowie eine Rad-Infrastruktur-Offensive, da auch in den Regionen viele Alltagswege kurz sind. Bis zum Jahr 2030 soll eine flächendeckende Mobilitätsgarantie in Österreich umgesetzt werden.  

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