Klimaverträgliche Arbeitswege

Foto: Radgarage, in welcher zahlreiche Fahrräder stehen

Berger Logistik hat den Firmensitz vom Industriegebiet in Radfeld zum Hauptbahnhof in der Stadt Wörgl verlegt. Das Jobticket für den Öffentlichen Verkehr bekommen die Beschäftigten gratis, die Arbeitszeiten werden auf die Fahrpläne abgestimmt. Das Privileg des gebührenfreien Parkens am Betriebsstandort wurde abgeschafft, durch Parkgebühren die restlichen Maßnahmen querfinanziert. Für Fahrräder gibt es einen eigenen Abstellraum, für E-Bikes eine Ladestation und Garderoben mit Duschen für die Fahrerinnen und Fahrer. Von den rund 170 Beschäftigten kommt nur noch ein Fünftel mit dem Auto in die Arbeit, der Großteil kommt mit dem Öffentlichen Verkehr, Fahrrad oder zu Fuß. Der CO2-Ausstoß der Arbeitswege reduzierte sich nach Umsetzung des Programms um rund 145 Tonnen pro Jahr. Durch die Bahnhofsnähe des neuen Firmenstandortes hat sich die Zahl der Bewerbungen von qualifizierten Personen erhöht, denn neue Fachkräfte kommen jetzt auch von weiter her.

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Öffentlicher Verkehr auf Autobahnen hat Potenzial

Öffentlicher Verkehr auf Autobahnen und Schnellstraßen wird in Ballungszentren erfolgreich priorisiert. Dabei werden Pannenstreifen oder eigene Spuren genutzt und sogar Haltestellen auf Autobahnen eingerichtet.

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CO2-Grenzwerte für Unternehmensflotten als Boost für Europas Auto-Industrie

Ab heuer gelten für neu zugelassene Pkw und Vans in der EU niedrigere CO2-Grenzwerte. Fahrzeughersteller haben die Emissionen ihrer verkauften Fahrzeugflotte durch den Verkauf von effizienteren Fahrzeugen schrittweise bis zum Jahr 2035 auf null Gramm CO2 je Kilometer zu reduzieren. Die aktuelle Regelung betrifft lediglich die Autohersteller. Was fehlt sind verbindliche Ziele für große Unternehmen, die viele Fahrzeuge anschaffen. Solche Ziele hätten zwei zentrale Vorteile: die raschere Senkung der CO2-Emissionen des Verkehrs und die Stärkung der europäischen Automobilindustrie.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash