Flexible Angebote schaffen

Lina Mosshammer, VCÖ-Verkehrspolitik

Um den Umstieg auf klimaverträgliche Mobilität flächendeckend zu ermöglichen, ist es notwendig klassische Angebote des Öffentlichen Verkehrs um flexible Angebote zu erweitern. Die effizientere Nutzung von Autos spielt insbesondere in der Region und in regionalen Zentren eine wichtige Rolle. Die Anzahl der Insassen pro Auto ist massiv gesunken. In 100 Pkw sitzen heute im Schnitt nur noch 114 Personen. In Frankreich werden Fahrgemeinschaften insbesondere auf Pendelstrecken als Zusatz zum Öffentlichen Verkehr unterstützt. Allein im September 2022 wurden dadurch knapp 530.000 geteilte Fahrten offiziell registriert.

Ein verlässliches Carsharing-Angebot reduziert nachweislich den Autobesitz

In Deutschland verfügen fast 50 Prozent der Gemeinden zwischen 20.000 bis 50.000 Einwohnenden über ein Carsharing- Angebot. Die Stadt Bremen ist Vorzeigebeispiel, wie Carsharing flächendeckend über leicht zugängliche Mobility Hubs umgesetzt werden kann. Eine Untersuchung in der Stadt zeigt, dass bei 20.000 Carsharing-Mitgliedern bereits mehr als 6.000 private Pkw ersetzt werden konnten.

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VCÖ: Im Vorjahr mehr Geschäftsreisen mit Zug als per Flug

VCÖ (Wien, 9. Juni 2023) – 22 Prozent der Geschäftsreisen wurden im Vorjahr mit der Bahn gemacht. Damit wurden im Vorjahr – erstmals in diesem Jahrhundert – mehr Geschäftsreisen mit dem Zug statt per Flug durchgeführt, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Wer dienstliche Auslandsreisen mit der Bahn statt mit dem Flugzeug macht, reduziert den CO2-Ausstoß um rund 90 Prozent, bei Inlandsreisen ist der Unterschied noch größer. Unternehmen können durch mehr Bahn und Videokonferenzen statt Geschäftsflüge ihre Umweltbilanz deutlich verbessern, betont der VCÖ.

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Foto: Mitarbeiterin sitzt mit Laptop in der ersten Klasse eines Zuges

Nur noch emissionsfreie neue Busse im Öffentlichen Verkehr in den Niederlanden

Die Niederlande sind unter den Vorreitern in Europa, wenn es um die Umstellung des Öffentlichen Verkehrs auf Elektro-Busse geht. Die niederländische Regierung hat bereits im Jahr 2016 eine Vereinbarung mit allen öffentlichen Verkehrsunternehmen getroffen. In dieser wurde festgelegt, dass diese ab dem Jahr 2025 keine neuen Dieselbusse mehr ankaufen dürfen und somit alle neuen Busse zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben werden müssen. Ab dem Jahr 2030 müssen dann alle Busse des Öffentlichen Verkehrs vollständig emissionsfrei sein. Das Vorgehen zeigt Erfolg: Schon im Jahr 2021 schafften die niederländischen Verkehrsunternehmen erstmals ausschließlich emissionsfreie Stadtverkehrsbusse an.

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