Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe Schweiz

Foto: Messgerät für die Schwerverkehrsabgabe über einer Schweizer Autobahn

Damit der Lkw-Verkehr in der Schweiz und in Liechtenstein besser für die verursachten Kosten aufkommt, wird seit dem Jahr 2001 die sogenannte „Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe“ (LSVA) eingehoben. Die Höhe der Abgabe hängt vom Fahrzeuggewicht, den Emissionen, den gefahrenen Kilometern sowie dem Vorhandensein eines Partikelfiltersystems ab. Die Abgabe wird mit einem elektronischen Messgerät ermittelt und gilt am gesamten Straßennetz. Der Ertrag geht zu einem Drittel an die betroffenen Kantone, zu zwei Dritteln an den Bund und wird für den Ausbau der Bahninfrastruktur verwendet. Dadurch soll ein fairerer Wettbewerb sowie eine vermehrte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene erreicht werden. Die LSVA wirkt und die Anzahl der Lkw-Fahrten über die Schweizer Alpen hat sich seit der Einführung um rund ein Drittel reduziert.

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VCÖ: Ein 40-Tonnen Lkw belastet Straße so stark wie 60.000 Pkw

VCÖ (Wien, 15. Juni 2023) – Ein dreiachsiger Lkw mit 26 Tonnen belastet die Straße so stark wie rund 25.000 Pkw, ein vierachsiger Lkw mit 40 Tonnen sogar so stark wie 60.000 Pkw, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Die Folge sind teure Straßenschäden, auch auf Gemeinde- und Landesstraßen. Nun droht durch die Zulassung so genannter Gigaliner auf EU-Ebene eine noch stärkere Belastung von Österreichs Straßen. Gerade für das Gebirgsland Österreich mit seinen vielen Brücken und Tunneln würde das massive zusätzliche Kosten mit sich bringen. Der VCÖ fordert ein Nein Österreichs zur Zulassung überdimensionierter Lkw. Zudem braucht es mehr betriebliche Gleisanschlüsse in Österreich, um die Landes- und Gemeindestraßen zu entlasten.

 

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VCÖ: Spritpreise seit Höchststand im Vorjahr um über 50 Cent pro Liter gesunken

VCÖ (Wien, 26. Mai 2023) – Die Spritpreise haben als Grund für die Teuerung ausgedient, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres ist der Preis für Diesel im heurigen Mai um fast 19 Prozent niedriger, für Eurosuper um rund 12 Prozent. Gegenüber den Höchstpreisen im Juli des Vorjahres ist ein Liter Diesel heute um 60 Cent billiger, Eurosuper um 55 Cent. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass man sich mit einem spritsparendem Mobilitätsverhalten aber weiterhin viel Geld sparen kann.

 

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft