Rotterdam schafft Platz für mehr Grün

Foto: Öffentlicher Raum in Rotterdam, auf welchem sich sehr viele Grünflächen befinden

Wiesen und Parks sowie mehr Raum für Gehende und Radfahrende, wo bisher Autos dominierten – seit 15 Jahren wandelt sich das Zentrum von Rotterdam in den Niederlanden in eine moderne „City Lounge“. Seit dem Jahr 2020 entstehen in sieben Bereichen der Innenstadt begrünte Plätze, die bei Starkregen Wasser speichern und bei Hitze die Umgebung kühlen. Die Infrastruktur für aktive Mobilität wird zügig ausgebaut. Auf dem „Coolsingel“, rund 700 Meter lang und eine der Hauptverkehrsachsen der Innenstadt, fuhren im Jahr 2018 täglich noch rund 22.000 Pkw. Dann wurden zwei der vier Fahrspuren in einen 4,5 Meter breiten Zweirichtungs-Radweg und Gehweg umgebaut, Bäume gepflanzt und Sitzgelegenheiten geschaffen sowie Tempo 30 eingeführt. Das Ergebnis sind weniger Autos – Ziele sind eine Reduktion auf 10.000 Pkw, weniger Verkehrslärm, ein attraktiveres Stadtbild und mehr Anreiz zu gehen und Rad zu fahren.

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Welche Lehren aus dem Hitzesommer 2026 aus Mobilitätssicht zu ziehen sind

Österreich hat den heißesten Sommer seiner Messgeschichte hinter sich. Es war ein Sommer voll großem menschlichen Leid: 646 hitzebedingte Todesfälle allein im Juni und Juli. In den Wochen danach wurde viel darüber gesprochen, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld vor Hitze schützen lassen. Wir sprechen über Beschattung, über Entsiegelung, über Begrünung und über Trinkbrunnen. All das sind wichtige Ansätze, und es braucht sie alle und mehr. Sie haben jedoch eine gemeinsame Voraussetzung, über die kaum jemand spricht: Sie brauchen Platz. Und dieser Platz ist in unseren Städten und Ortskernen fast überall bereits vergeben, allzu oft an das Auto.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash