Sozial-ökologische Flugabgabe – auch für Privatjets

Flugzeuge warten auf der Startbahn auf die Startfreigabe

Großbritannien hat eine sozial-ökologisch gestaffelte Flugabgabe mit vier Distanzklassen und Economy-, Premium- und Privatjet-Unterscheidung. Die Abgaben für Privatjets steigen per April 2026 signifikant und reichen von umgerechnet rund 160 Euro für kurze bis etwa 1.300 Euro pro Person für lange Flüge. Für Flüge in der Economy-Klasse fallen rund 8 bis 120 Euro an, in der Premium-Klasse 18 bis 290 Euro. Frankreich hat das Modell per März 2025 als „Solidaritätsabgabe“ auch für Privatjets übernommen, die je nach Distanz und Flugzeugtyp von 210 bis 2.100 Euro reicht. Die Einnahmen dienen auch zur Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur und Öffentlichem Verkehr. In Italien wird nicht nur die Nutzung von Privatjets je nach Distanz mit 10 bis 200 Euro besteuert, sondern auch der Besitz. Gestaffelt nach höchstzulässigem Gesamtgewicht fallen für kleinere Jets mit vier Tonnen jährlich zum Beispiel 16.000 Euro an, für mittlere Jets mit neun Tonnen rund 64.000 Euro und für große Jets mit 20 Tonnen 152.000 Euro.

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E-Fuels für Pkw – zu spät, zu teuer und zu ineffizient

E-Fuels werden als neue Heilsbringer im Autosektor propagiert. Ein Versprechen, das sich bei genauerem Hinsehen als Illusion entpuppt und wie eine Seifenblase zerplatzt. Eigentlich ist die Rechnung einfach. Je mehr Zwischenschritte notwendig sind, desto mehr Energie geht am Weg von Energieerzeugung bis Nutzung im Fahrzeug verloren. Elektromobilität hat mit 81 Prozent den höchsten Gesamtwirkungsgrad. Bei der Produktion von Wasserstoff geht bereits etwa die Hälfte der Energie in der Produktion und Bereitstellung verloren, am Ende bleiben 26 Prozent Gesamtwirkungsgrad. Für die Produktion von E-Fuels wird besonders viel Energie benötigt. Am Ende ist der Gesamtwirkungsgrad von E-Fuels im Verbrennungsmotor nur bei etwa 14 Prozent.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Flugverkehr in Österreich wurde im Vorjahr durch fehlende Kerosinsteuer mit rund 360 Millionen Euro steuerlich begünstigt

VCÖ (Wien, 10. März 2023) – Der Kerosinverbrauch ist in Österreich im Jahr 2022 um rund 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 gestiegen und damit auch die Steuerbegünstigung von Kerosin. Der Flugverkehr in Österreich wurde durch die fehlende Kerosinsteuer mit rund 360 Millionen Euro steuerlich begünstigt, informiert der VCÖ. Trotz sich verschärfender Klimakrise bezahlen Flugkonzerne nach wie vor keine Mineralölsteuer für Kerosin. Der VCÖ fordert die rasche Einführung einer Kerosinsteuer auf EU-Ebene. Unternehmen können einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem kürzere Geschäftsflüge auf die Bahn verlagert und längere durch Videokonferenzen ersetzt werden.

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Foto: Sarah Duit