Sozial-ökologische Flugabgabe – auch für Privatjets

Flugzeuge warten auf der Startbahn auf die Startfreigabe

Großbritannien hat eine sozial-ökologisch gestaffelte Flugabgabe mit vier Distanzklassen und Economy-, Premium- und Privatjet-Unterscheidung. Die Abgaben für Privatjets steigen per April 2026 signifikant und reichen von umgerechnet rund 160 Euro für kurze bis etwa 1.300 Euro pro Person für lange Flüge. Für Flüge in der Economy-Klasse fallen rund 8 bis 120 Euro an, in der Premium-Klasse 18 bis 290 Euro. Frankreich hat das Modell per März 2025 als „Solidaritätsabgabe“ auch für Privatjets übernommen, die je nach Distanz und Flugzeugtyp von 210 bis 2.100 Euro reicht. Die Einnahmen dienen auch zur Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur und Öffentlichem Verkehr. In Italien wird nicht nur die Nutzung von Privatjets je nach Distanz mit 10 bis 200 Euro besteuert, sondern auch der Besitz. Gestaffelt nach höchstzulässigem Gesamtgewicht fallen für kleinere Jets mit vier Tonnen jährlich zum Beispiel 16.000 Euro an, für mittlere Jets mit neun Tonnen rund 64.000 Euro und für große Jets mit 20 Tonnen 152.000 Euro.

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Investitionen ins Radfahren rentieren sich vielfach

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (Juni 2022) – Das Ziel Klimaneutralität 2040 ist nur mit einem höheren Radverkehrsanteil erreichbar. Der wichtigste Baustein dafür sind höhere Investitionen in die Radinfrastruktur. Mehr Radverkehr schafft zudem gesellschaftlichen Nutzen und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Foto: VCÖ, Michael Schwendinger

VCÖ: Externe Kosten des Verkehrs in Österreich betragen 19 Milliarden Euro pro Jahr

VCÖ (Wien, 4. Juni 2022) – Österreichs Verkehrssystem verursacht hohe ökologische und soziale Kosten. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen VCÖ-Studie im Vorfeld des Weltumwelttags. Insgesamt verursacht der Verkehr jährlich rund 19 Milliarden Euro an externen Kosten, allein der Pkw-Verkehr ist für über 12,5 Milliarden Euro verantwortlich. Durch die Verlagerung von Autofahrten auf öffentliche Verkehrsmittel können die gesellschaftlichen Kosten deutlich reduziert werden. Noch stärker gehen die Kosten zurück, wenn Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt werden. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer. Der VCÖ fordert den verstärkten Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots und der Rad-Infrastruktur sowie eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in Gemeinden und Städten.

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Foto: Sarah Duit