Temporeduktion in Frankreich zeigte Wirkung

Schild mit Templimits in Frankreich an der Grenze Deutschland, Frankreich

In Frankreich wurde im Jahr 2018 auf zweistreifigen Landstraßen ohne Mittelstreifen das Tempolimit von 90 auf 80 km/h reduziert. Auf diesen Straßen sank die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum übrigen Straßennetz um zwölf Prozent. Die durchschnittliche Fahrzeit verlängerte sich je Kilometer nur um eine Sekunde. Die Unfallkosten konnten so um 1,2 Milliarden Euro pro Jahr reduziert werden. Die Akzeptanz der Maßnahme hat sich insbesondere in ländlichen Regionen gefestigt. Besonders deutlich zeigte sich dies bei den strikten Gegnerinnen und Gegnern: Deren Anteil halbierte sich zwischen dem Jahr 2018 und 2020 auf 20 Prozent. Nachdem im Jahr 2020 das Tempo in 39 Departements wieder auf 90 km/h erhöht wurde, stieg die Anzahl der Verkehrstoten auf Freilandstraßen im Jahr 2021 wieder um 13 Prozent an.

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Im 3. Quartal ging der Autoverkehr auf Österreichs Autobahnen zurück

VCÖ (Wien, 11. November 2022) – Bei sieben von zehn Autobahn- und Schnellstraßen-Zählstellen waren heuer im 3. Quartal weniger Pkw unterwegs als im 3. Quartal des Vorjahres, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Die gestiegenen Spritpreise haben zu Veränderungen im Mobilitätsverhalten geführt. Die Verkehrsbelastung ist aber nach wie vor hoch. Der VCÖ fordert ein verpflichtendes Mobilitätsmanagement für größere Unternehmen und schlägt „Green Lanes“ für Busse auf Autobahnen und Schnellstraßen in den Ballungsräumen vor.

Mehr dazu
Foto: Sarah Duit

VCÖ zu EU-Einigung: Aus für Verbrennungsmotor bei Neuwagen ist richtiger Schritt, der aber mit 2035 zu spät kommt

VCÖ (Wien, 28. Oktober 2022) – Dass sich die EU auf einen Ausstieg aus Benzin und Diesel bei Neuwagen geeinigt hat, wird von der Mobilitätsorganisation VCÖ – Mobilität mit Zukunft als wichtiger Schritt begrüßt. Jedoch müsse der Ausstieg früher als im Jahr 2035 gelingen, um den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 rechtzeitig zu reduzieren. Zudem braucht es umfassende weitere Maßnahmen, um den viel zu hohen Energieverbrauch des Verkehrs zu reduzieren.

Mehr dazu
Foto: Sarah Duit