Verkehr in Europa

Wasserstoff sparsam einsetzen

Von Ulla Rasmussen VCÖ-Verkehrspolitik

Die Europäische Kommission hat eine Wasserstoff-Strategie präsentiert. Das Gute daran: Der Bedarf für grünen Wasserstoff wird unterstrichen. Das Schlechte daran: Es wird nicht ausschließlich von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen geschrieben, sondern auch von „low-carbon“ Wasserstoff. Und dann sind wir schnell wieder in der mühsamen Definitionsmühle, die wir von der Agro-Kraftstoff-Beimischung kennen: Was ist low-carbon? Welche unbeabsichtigten Effekte werden berücksichtigt? Und wie low-carbon muss es sein, um zum Ziel beizutragen? Denn das Entscheidende ist: Trägt eine Maßnahme tatsächlich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei? Die Strategie skizziert mehrere Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs und erfreulicherweise ist der Pkw-Bereich nicht dabei. Der Fokus wird vor allem auf Schifffahrt und Flugverkehr gelegt, wo der batterie-elektrische Antriebe keine Option zur Dekarboniserung sind. Das ist wichtig, denn naturverträglich erzeugte, erneuerbare Energie ist ein wertvolles Gut und wir haben damit sorgsam umzugehen. Das heißt wegen des schlechten Nutzungsgrades im Vergleich zum batterie-elektrischen Antrieb, dass Wasserstoff und E-Fuels im Verkehr nur dort zu verwenden sind, wo es anders wirklich nicht geht. Aus heutiger Sicht eben in Schifffahrt und Flugverkehr.

Ihre Meinung dazu an ulla.rasmussen@vcoe.at

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Erfolgreiche Verkehrsberuhigung in Mailand

Mailand führte im Jahr 1985 Zufahrtsregulierungen ein, im Jahr 2008 folgte ein Gebühren-System basierend auf Emissionsklassen, im Jahr 2012 wurde auf eine Stau-Gebühr umgestellt. Der Durchzugsverkehr reduzierte sich im Jahr 2012 im Vorjahresvergleich um 31 Prozent, auch Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen reduzierten sich.

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