Verkehr in Europa - Auf Schiene statt in die Luft?

Von Ulla Rasmussen VCÖ-Verkehrspolitik

Dass die Klimakrise das gewohnte komfortable Leben in Europa sehr real bedroht, ist mittlerweile voll im politischen Diskurs angekommen. Der Green Deal mit einer Reihe von Initiativen der Europäischen Kommission im Mobilitätsbereich ist das europäische Zeichen dafür. Die Schiene ist mittlerweile allseits als maßgebliche Lösung anerkannt, um die Herausforderung Klimakrise zu bekämpfen und gleichzeitig Mobilität und Warenverkehr in der EU zu sichern. Es werden Geldhähne geöffnet und in etlichen Ländern auf Nachtzüge gesetzt. Was allerdings viel zu wenig passiert – in der EU und auch in den einzelnen Mitgliedstaaten – ist das Schließen der Geldhähne für klimaschädliche Investitionen. Und es fehlt das Schaffen gleicher Wettbewerbsbedingungen bei der Besteuerung von Luft und Schiene. Kerosinsteuer, wo bleibst du? Es wird weiter davon ausgegangen, dass Flugverkehr in gleichem Ausmaß wie bislang möglich sein wird, sobald es klimaverträgliches Kerosin gibt. Dass allerdings dieselben erneuerbaren Energiemengen für Landverkehr, Schienenverkehr, Wärme und die Industrie beansprucht werden, darauf wird „vergessen“. Das Europäische Jahr der Schiene neigt sich dem Ende zu. Es gab Bestrebungen ein Europäisches Jahr des Flugverkehrs anzuschließen. Denn Fluglinien und Flughäfen hatten Covid-19 bedingt schwierige Zeiten. Doch wenn wir die Klimaziele einhalten wollen, dann kann es kein Zurück zu dem Wachstum in der Luft, sondern nur noch zu dem auf der Schiene geben.

Ihre Meinung dazu an ulla.rasmussen@vcoe.at

Zurück zur Übersicht

Durch Digitale Automatische Kupplung Kapazität steigern

Im europäischen Schienengüterverkehr erfolgen täglich rund 400.000 Kupplungsvorgänge, die bisher manuell und unter körperlicher Belastung des Rangierpersonals durchgeführt werden. Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) automatisiert diesen Prozess, steigert Kapazität und Produktivität und erhöht die Sicherheit des Personals.

Mehr dazu
Symbolbild

VCÖ: Nachhaltige Mobilität schafft in Österreich bereits mehr als 200.000 Arbeitsplätze

VCÖ (Wien, 4. Dezember 2024) – Die nachhaltige Mobilität ist in Österreich ein starker, aber sehr unterschätzter Wirtschaftsfaktor, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Dass Österreichs Bahnindustrie am Weltmarkt im Spitzenfeld liegt oder allein Gehen, Radverkehr und Radtourismus mehr als 52.000 Arbeitsplätze sichern, ist hierzulande wenig bekannt. Österreich hat innovative Unternehmen in allen Bereichen der nachhaltigen Mobilität, vom Öffentlichen Verkehr, über Fahrradproduktion über Elektro-Mobilität bis hin zu digitalen Mobilitätsservices. Der VCÖ fordert verstärkte wirtschaftspolitische Maßnahmen, damit das Exportland Österreich die weltweit steigende Nachfrage nach klimaverträglicher Mobilität als Konjunktur-Lokomotive nutzt.

Mehr dazu