Verkehr in Europa - Energieinfrastruktur für die Verkehrswende

Von Ulla Rasmussen VCÖ-Verkehrspolitik

Die Europäische Union betreibt aktive Infrastrukturpolitik, indem das transeuropäische Transportnetz aufgebaut wurde und wird. Es geht dabei vor allem um die Ermöglichung des freien und schnellen Warenverkehrs. Die EU regelt aber auch die Energieinfrastrukturen entlang des Transportnetzes. Für die Energiewende im Mobilitätsbereich wird dies immer wichtiger, denn der Wechsel des Antriebssystems soll nicht von fehlender Ladeinfrastruktur behindert werden. Allerdings ist es wichtig, sich von den Klimaschutz-Zielen leiten zu lassen und prioritär dort anzusetzen, wo der gesellschaftliche Nutzen am höchsten ist. Den Straßengüterverkehr in Ballungsräumen und Städten emissionsfrei zu machen, bringt auf Grund der gleichzeitigen Verringerung der Treibhausgas- und Schadstoffemissionen in einem bevölkerungsreichen Umfeld viel volkswirtschaftlichen Nutzen. Die bevorstehende Revision der Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFID) bietet eine gute Möglichkeit, die Umstellung im Straßengüterverkehr voranzutreiben, indem der Umfang der Richtlinie auf Logistik-Hubs und Verteilungszentren erweitert wird. Denn dort und am Zielort, beim Laden und Entladen, werden die ersten E-Lkw Ladestellen brauchen. Die Autobahnen sind natürlich auch relevant, aber als erster Schritt eben eher bei der Verteilung. So würde auch die Planungssicherheit der handelnden Akteure und Akteurinnen steigen, die einen Schritt hin zu klimaverträglicherem Güterverkehr setzen wollen.      Die Umstellung im Straßengüterverkehr vorantreiben

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VCÖ fordert verpflichtende Begrünung bei größeren Parkplätzen

VCÖ (Wien, 25. Juni 2026) – Bis zu 40 Grad Celsius werden für das Wochenende in Österreich vorhergesagt. In der prallen Sonne heizt sich Asphalt auf bis zu 60 Grad auf. Asphaltierte Großparkplätze werden an heißen Tagen zu einem regelrechten Backofen und verschärfen die Hitzebelastung für die Bevölkerung in der Umgebung. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert, dass bei Parkplätzen mit mehr als 30 Abstellplätzen verpflichtend Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung zu setzen sind, um die lokale Hitze-Belastung zu reduzieren. Zudem ist der Straßenraum in Städten und Gemeinden verstärkt an den Klimawandel anzupassen.

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Sehr großer Parkplatz eines Supermarktes, auf dem sich keine Fahrzeuge befinden.

VCÖ: Urlaubsreisen mit der Bahn im Vorjahr auf neuen Rekordwert gestiegen

VCÖ (Wien, 19. Juni 2026) – Im Vorjahr machten die Österreicherinnen und Österreicher mit 4,11 Millionen so viele Urlaubsreisen mit der Bahn wie noch nie, weist der VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Bahnurlaubsreisen mehr als verdoppelt, in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht. Jede dritte Urlaubsreise mit der Bahn ging im Vorjahr ins Ausland. Der VCÖ betont, dass es in der EU mehr grenzüberschreitende Bahnverbindungen und mehr Nachtzüge braucht. Zudem unterzieht der VCÖ Österreichs Bahnhöfe einem Fahrgast-Check: Fahrgäste sind aufgerufen, beim VCÖ-Bahnhofstest Bahnhöfe, die sie nutzen, zu bewerten.

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Foto: ÖBB/Philipp Horak