Verkehr in Europa - Zeit für Null-Emissionen!

Von Ulla Rasmussen VCÖ-Verkehrspolitik

Es herrscht Hochbetrieb in jenen Teilen der Europäischen Kommission, die sich mit Verkehr und Umwelt befassen. Das Klimaziel ist ja auf eine 55-prozentige Reduktion der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 korrigiert worden. Damit ist das Niveau der nötigen Ambitionen für die nächsten Legislativ-Vorschläge ordentlich gestiegen. Es muss an allen Schrauben gedreht werden. Die CO2-Grenzwerte für Flotten müssen den neuen Zielen angepasst werden, sowohl bei Pkw, leichten Nutzfahrzeugen als auch bei Lkw. Letztendlich ist das Ziel Null-Emissionsfahrzeuge, und das muss auch deutlich gesagt werden. Die Richtlinie für erneuerbare Energie ist für E-Fuels aus erneuerbarer Energie fit zu machen. Diese energieintensiven Kraftstoffe sind für Sektoren zu verwenden, die sonst nicht dekarbonisierbar sind, wie beim Flugverkehr, ansonsten wird eine nachhaltige Energiewende schnell unmöglich. Auch für den Bereich gesunde Luft wird an einem Vorschlag gearbeitet, der voraussichtlich eine Annäherung der EU-Grenzwerte an die WHOGrenzwerte bringen wird. Das wurde auch Zeit, ist es doch absurd, Grenzwerte zu haben, die nicht sicherstellen, dass damit die Gesundheit gewährleistet wird. Realitäts-Check im Vorfeld ist aber das Aufbau- und Resilienzpaket, wo Geld an Projekte ausgeteilt wird, die nur zum Teil zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Bleibt zu hoffen, dass dieses Paket trotzdem zum Turbo für klimaverträgliche Mobilität und bessere Luftqualität wird und nicht eine wichtige Chance vertan wird.

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VCÖ: Starkregen nehmen zu – Verstärkte Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen im Straßenraum nötig

VCÖ (Wien, 19. August 2024) – Aufgrund des Klimawandels kommt es zu mehr Extremwetterereignissen. Der Starkregen am vergangenen Samstag in Wien hat zu Überschwemmungen und großen Schäden geführt. Der VCÖ betont, dass es im Straßenraum verstärkte Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen braucht. Bäume und Grünflächen ermöglichen das Versickern von Wasser und leisten einen Beitrag, das Kanalsystem zu entlasten, um Überschwemmungen zu verhindern. Bei größeren Parkplätzen sind neben mehr Bäumen auch versickerungsfähige Oberflächen sehr wirksam, damit Böden Wasser aufnehmen können.

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Alternative Treibstoffe alleine werden den Flugverkehr nicht nachhaltig machen

Fliegen ist – alleine schon aus physikalischen Gründen – eine der energieintensivsten und damit auch klimaschädlichsten Fortbewegungsarten. Ein Kurzstreckenflug bis 1.000 Kilometer verursacht pro Kilometer rund 27-mal so viele CO2-Emissionen wie die Bahn in Österreich. Im Jahr 2023 verursachte das in Österreich getankte Kerosin rund 2,7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen und damit eigentlich mehr als 10 Prozent des gesamten Verkehrssektors – eigentlich, weil diese Emissionen (mit Ausnahme der 0,03 Millionen Tonnen CO2 des Inlandflugverkehrs) bei der österreichischen Klimabilanz ausgeklammert bleiben.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash