Verkehr in Europa - Zeit für Null-Emissionen!

Von Ulla Rasmussen VCÖ-Verkehrspolitik

Es herrscht Hochbetrieb in jenen Teilen der Europäischen Kommission, die sich mit Verkehr und Umwelt befassen. Das Klimaziel ist ja auf eine 55-prozentige Reduktion der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 korrigiert worden. Damit ist das Niveau der nötigen Ambitionen für die nächsten Legislativ-Vorschläge ordentlich gestiegen. Es muss an allen Schrauben gedreht werden. Die CO2-Grenzwerte für Flotten müssen den neuen Zielen angepasst werden, sowohl bei Pkw, leichten Nutzfahrzeugen als auch bei Lkw. Letztendlich ist das Ziel Null-Emissionsfahrzeuge, und das muss auch deutlich gesagt werden. Die Richtlinie für erneuerbare Energie ist für E-Fuels aus erneuerbarer Energie fit zu machen. Diese energieintensiven Kraftstoffe sind für Sektoren zu verwenden, die sonst nicht dekarbonisierbar sind, wie beim Flugverkehr, ansonsten wird eine nachhaltige Energiewende schnell unmöglich. Auch für den Bereich gesunde Luft wird an einem Vorschlag gearbeitet, der voraussichtlich eine Annäherung der EU-Grenzwerte an die WHOGrenzwerte bringen wird. Das wurde auch Zeit, ist es doch absurd, Grenzwerte zu haben, die nicht sicherstellen, dass damit die Gesundheit gewährleistet wird. Realitäts-Check im Vorfeld ist aber das Aufbau- und Resilienzpaket, wo Geld an Projekte ausgeteilt wird, die nur zum Teil zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Bleibt zu hoffen, dass dieses Paket trotzdem zum Turbo für klimaverträgliche Mobilität und bessere Luftqualität wird und nicht eine wichtige Chance vertan wird.

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Verbrenner-Aus bei Neuwagen – Planungssicherheit statt Zickzack-Kurs

Vor drei Jahren hat die EU einen klaren Plan beschlossen, um die CO2-Emissionen der neuzugelassenen Pkw-Flotte bis zum Jahr 2035 schrittweise auf null Gramm zu senken. Es war ein Kompromiss, man ist der Autoindustrie schon damals weit entgegen gekommen. Denn aus Umwelt- und Energiesicht müsste der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor früher erfolgen. Nun hat die EU-Kommission das Ziel von 100 Prozent auf 90 Prozent aufgeweicht. Ein Rückschritt, der die notwendige Transformation der EU-Autoindustrie verzögert.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ zu Aus für Dritte Piste: Aus ökologischen und ökonomischen Gründen zu begrüßen

VCÖ (Wien, 26. November) - Die Mobilitätsorganisation VCÖ begrüßt die Entscheidung des Flughafen Wien. Das Aus für die Dritte Piste ist sowohl aus ökologischen als auch ökonomischen Gründen sinnvoll und vernünftig. Damit werden CO2-Emissionen und Schadstoff-Emissionen sowie zusätzlicher Fluglärm vermieden.

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