VCÖ: Außerhalb Wiens ist die Bahnhofsdichte in Vorarlberg am höchsten

VCÖ-Bahnhofstest: Fahrgäste sind aufgerufen, Bahnhöfe zu bewerten

Foto: Barbara Krobath

VCÖ (Wien, 18. Juni 2026) – Österreich ist auch ein Land der Bahnhöfe: Mehr als 1.400 Bahnhöfe gibt es österreichweit. Die größte Bahnhofsdichte hat die Bundeshauptstadt Wien, bei den Bundesländern ist Vorarlberg Spitzenreiter, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Für eine hohe Zufriedenheit der Fahrgäste spielen Bahnhöfe eine wichtige Rolle. Die Mobilitätsorganisation VCÖ erhebt im Rahmen des VCÖ-Bahnhofstests, wie zufrieden die Fahrgäste mit den Bahnhöfen sind und wo es Verbesserungen braucht. Die Bahnhöfe können online nach 15 Kriterien bewertet werden. Zudem wird Österreichs Bahnhof gesucht, der am besten gefällt.


Mehr als 1.400 Bahnhöfe und Bahn-Haltestellen gibt es in Österreich. In absoluten Zahlen hat Niederösterreich mit 380 die meisten Bahnhöfe und Bahnhaltestellen, vor Oberösterreich mit rund 300. Aber im Verhältnis zur Größe des jeweiligen Bundeslands ist Vorarlberg mit 52 Bahnhöfen pro 1.000 Quadratkilometern Spitzenreiter vor Oberösterreich mit 25, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Eine größere Bahnhofsdichte als Vorarlberg hat nur Wien, wo es auf 415 Quadratkilometer 52 Bahnhöfe gibt.

„Es kommt nicht nur auf die Anzahl der Bahnhöfe an, sondern auch auf ihre Qualität. Es ist wichtig, dass die Bahnhöfe auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut und sicher erreichbar sind, dass sie barrierefrei und sauber sind und einen witterungsgeschützten Wartebereich haben“, zählt VCÖ-Experte Michael Schwendinger wichtige Kriterien auf. Auch ausreichend Ticketautomaten sind nach wie vor wichtig. So wurden 30,4 Prozent der 60 Millionen von den ÖBB verkauften Tickets bei Fahrkartenautomaten gekauft.

Der VCÖ erhebt nun, wie zufrieden die Fahrgäste mit den Bahnhöfen in Österreich sind. Auf www.vcoe.at können Fahrgäste die Bahnhöfe, die sie gut kennen nach 15 Kriterien bewerten. Zusätzlich werden die Fahrgäste gefragt, welcher Bahnhof am besten gefällt. Am VCÖ-Bahnhofstest kann bis zum 31. Juli teilgenommen werden.

Der größte Bahnhof Österreichs ist übrigens der Hauptbahnhof Wien mit laut ÖBB-Infrastruktur 1.121 Zügen pro Tag im Vorjahr, vor Wien Meidling mit 836 Zügen pro Tag, Wien Handelskai mit 684 Zügen pro Tag und Wien Hütteldorf mit 590 Zügen täglich. Außerhalb Wiens liegt Wiener Neustadt Hauptbahnhof an der Spitze mit 581 Zügen täglich, vor Linz Hauptbahnhof mit 542 Zügen pro Tag. Salzburg Hauptbahnhof kommt auf 464 Züge pro Tag, Innsbruck Hauptbahnhof auf 424 und Graz Hauptbahnhof auf 364 Züge pro Tag.

Die Anzahl der ein- und aussteigenden Fahrgäste wurde zuletzt im Jahr 2024 erhoben. Auch hier liegt Wien Hauptbahnhof mit rund 124.100 Fahrgästen pro Tag an die Spitze vor Wien Meidling mit 92.500 Fahrgästen pro Tag und Wien Praterstern mit 75.700 Fahrgästen, informiert der VCÖ. Außerhalb Wiens ist Linz Hauptbahnhof mit 44.500 Fahrgästen pro Tag am stärksten frequentiert, vor Innsbruck Hauptbahnhof mit 36.000 und Salzburg Hauptbahnhof mit 35.200 Fahrgästen pro Tag.

Webtipp: VCÖ-Bahnhofstest

Quellen & Daten

VCÖ: In Vorarlberg ist außerhalb Wiens die Bahnhofdichte am größten
(Anzahl Bahnhöfe und Bahnhaltestellen pro 1.000 Quadratkilometer)

  • Vorarlberg: 52
  • Oberösterreich: 25
  • Niederösterreich: 20
  • Salzburg: 18
  • Steiermark: 13
  • Burgenland: 11
  • Tirol: 10
  • Kärnten: 10

Quelle: ÖBB, VCÖ 2026

VCÖ: In Niederösterreich gibt es die meisten Bahnhöfe
(Anzahl Bahnhöfe und Bahnhaltestellen im Bundesland)

  • Niederösterreich: 380
  • Oberösterreich: 302
  • Steiermark: 208
  • Vorarlberg: 134
  • Tirol: 129
  • Salzburg: 129
  • Kärnten: 96
  • Wien: 52
  • Burgenland: 43
  • Österreich: 1.473

Quelle: ÖBB, VCÖ 2026

VCÖ: Die zehn größten Bahnhöfe in Österreich
(Züge pro Tag 2025; ein- und aussteigende Fahrgäste gerundet pro Tag Jahr 2024)

  • Wien Hauptbahnhof: 1.121 Züge pro Tag (124.100 Fahrgäste)
  • Wien Meidling: 836 Züge pro Tag (92.500 Fahrgäste)
  • Wien Handelskai: 684 Züge pro Tag (50.500 Fahrgäste)
  • Wien Hütteldorf: 590 Züge pro Tag (keine Daten)
  • Wiener Neustadt Hauptbahnhof: 581 Züge pro Tag (37.100 Fahrgäste)
  • Wien Mitte: 579 Züge pro Tag (74.600 Fahrgäste)
  • Wien Rennweg: 578 Züge pro Tag (37.500 Fahrgäste)
  • Wien Floridsdorf: 551 Züge pro Tag (64.300 Fahrgäste)
  • Wien Praterstern: 551 Züge pro Tag (75.700 Fahrgäste))
  • Linz Hauptbahnhof: 542 Züge pro Tag (44.600 Fahrgäste)

Quelle: ÖBB, VCÖ 2026

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Nach S-LINK-Aus Öffentlichen Verkehr im Raum Salzburg rasch und umfassend verbessern

VCÖ (Wien, 11. November 2024) - Die Bevölkerung hat sich gestern bei der Befragung mit 53,2 Prozent gegen den S-LINK ausgesprochen. Um die Staus sowie die Verkehrsbelastung für die Bevölkerung zu reduzieren, sind im Ballungsraum Salzburg nun andere Maßnahmen nötig, die das öffentliche Verkehrsangebot und die Alternativen zum Pkw verbessern, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Es braucht in der Stadt Salzburg rasch Intervallverdichtungen bei den Bussen sowie deutlich mehr Busspuren, häufigere Stadt-Umland Verbindungen auf der Schiene und auch mit Schnellbus-Linien sowie Radschnellverbindungen ist die Verkehrssituation zu verbessern. Zudem ist sowohl von den Unternehmen als auch von Freizeiteinrichtungen Mobilitätsmanagement umzusetzen.

Mehr dazu
Foto: Salzburg AG

VCÖ-Bahntest: 45 Prozent der Bahnpendelnden sind mit Anzahl der Zugverbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeiten unzufrieden

VCÖ (Wien, 15. Oktober 2024) – Österreichs Bahnen im Fahrgastcheck, war das Thema der heutigen VCÖ-Fachkonferenz. Die Pendlerinnen und Pendler sehen einen großen Verbesserungsbedarf beim Bahnfahren in Österreich, wie der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt. 37 Prozent sind mit der Pünktlichkeit unzufrieden, 41 Prozent wünschen eine bessere Abstimmung von Bahn und Bus und 45 Prozent mehr Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeit. Der VCÖ-Bahntest zeigt aber auch, dass Pendlerinnen und Pendler bereit sind, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Die Hälfte fährt heute Strecken mit der Bahn, die früher mit dem Auto zurückgelegt wurden. Nach der Anschaffung eines Klimatickets wurde von den Pendelnden die nutzbare Reisezeit und der Wechsel des Arbeitsplatzes als Hauptgründe für den Umstieg genannt. Bei der heutigen VCÖ-Fachkonferenz wurde zudem erörtert, welche Maßnahmen von der künftigen Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern im Interesse der Fahrgäste umzusetzen sind.

Mehr dazu
Foto (c) Barbara Krobath