VCÖ begrüßt Maßnahmen für mehr Öffis und günstigeres Klimaticket

VCÖ: Verkehr rascher aus Erdölfalle befreien!

VCÖ (Wien, 20. März 2022) - Die Vergünstigung der regionalen Klimatickets und die Verhinderung von Preissteigerungen bei Öffis sind eine wichtige Unterstützung für die Bevölkerung, betont der VCÖ. Ebenso die zusätzlichen Mittel für mehr Bahn- und Busverbindungen. Die Erhöhung der Pendelpauschale ist als kurzfristige Maßnahme treffsicherer als allgemeine Steuersenkungen. Mittelfristig ist die Pendelförderung nach sozialen und ökologischen Kriterien umfassend zu reformieren. Zudem drängt der VCÖ auf verstärkte Maßnahmen, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren.

Die regionalen Klimatickets werden noch günstiger, das Öffi-Angebot in den Bundesländern kann mit den zusätzlichen Geldern verbessert werden. „Der Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr macht es möglich trotz gestiegener Spritpreise niedrigere Mobilitätskosten als früher zu haben“, begrüßt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer diese Maßnahme als wichtigen Entlastungsschritt für die Bevölkerung. Auch dass höhere Ticketpreise verhindert werden, begrüßt der VCÖ. Es gibt in Österreich mehr als 1.000 Bahnhöfe und Bahn-Haltestellen. Auch die Kombination Auto - Öffis spart einiges an Geld.

Die Erhöhung von Pendlerpauschale und Pendlereuro ist als  kurzfristige Maßnahme aus sozialer Sicht treffsicherer als eine allgemeine Steuersenkung auf Sprit. Von dieser hätten die wohlhabenden Haushalte viel stärker profitiert als alle mit niedrigerem Einkommen. Die 10 Prozent der Haushalte mit höchstem Einkommen tanken siebenmal so viel Sprit wie die zehn Prozent der Haushalte mit niedrigstem Einkommen. Aber mittelfristig muss die Pendelförderung nach sozialen und ökologischen Kriterien reformiert werden, betont der VCÖ.

Zudem ist durch die Einschaltung der Bundeswettbewerbsbehörde und des Kartellanwalts mit einer Reduktion der Spritpreise zu rechnen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum in Österreich die Spritpreise seit Ende Februar im EU-Vergleich viel stärker gestiegen sind. Es darf gerade in Zeiten wie diesen keine Preistreiberei auf Kosten der Bevölkerung und vieler Unternehmen geben“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

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VCÖ zu Klimastreik: Klimaziele nur mit verstärktem Umstieg von Auto auf Bahn erreichbar - Umfrage zeigt, was zum Umstieg bewegt

VCÖ (Wien, 23. September 2022) – 56 Prozent der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer fahren heute Strecken mit dem Zug, die sie früher mit dem Auto gefahren sind. Neben der nutzbaren Zeit waren die gestiegenen Spritpreise und das Klimaticket die Hauptgründe für den Umstieg, wie der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt. Für Pendlerinnen und Pendler war das Klimaticket ein besonders häufiger Grund vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Drei Viertel sagten, dass sie noch weitere Autofahrten auf die Bahn verlagern können. Als Voraussetzung dafür wurden eine kürzere Gesamtreisezeit der Bahn und häufigere Bahnverbindungen am häufigsten genannt. Der VCÖ betont, dass es angesichts flexiblerer Arbeitszeiten und mehr Teilzeit-Jobs auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten häufige Verbindungen braucht.

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VCÖ-Bahntest: Drei von zehn Fahrgästen wünschen mehr Pünktlichkeit bei den Bahnen

VCÖ (Wien, 24. August 2022) - Heuer waren teilweise bereits mehr Fahrgäste mit den Bahnen unterwegs als vor Covid-19. Ein Seiteneffekt: Die Fahrgäste nehmen die Bahnen teilweise weniger pünktlich wahr, wie der diesjährige VCÖ-Bahntest zeigt. Drei von zehn Fahrgästen wünschen zudem mehr Verbindungen auf Regionalbahnen, jeder 3. Fahrgast möchte eine bessere Abstimmung mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Sieben von zehn Fahrgästen mit Jahreskarte fahren nun häufiger mit der Bahn als früher. Ein Drittel der Fahrgäste spricht sich für eine Erweiterung des Klimatickets aus, etwa um Rabatte für  Sharing-Angebote und Anrufsammeltaxis.

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Foto: Sarah Duit