VCÖ: Bei den Spritpreisen große Unterschiede zwischen den Urlaubsländern

VCÖ: Mit spritsparendem Mobilitätsverhalten Sprit und Geld sparen

Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

VCÖ (Wien, 26. Juni 2026) – In einer Woche beginnen die Schulferien in Ostösterreich. Im beliebtesten Urlaubsland der Österreicherinnen und Österreicher, Italien, kosten Diesel und Eurosuper deutlich mehr als hierzulande, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Auch in Frankreich, Portugal, Deutschland und der Schweiz ist Tanken teurer als in Österreich. Weniger ist im zweitbeliebtesten Urlaubsland Kroatien zu zahlen sowie beispielsweise in Spanien und in etlichen osteuropäischen Staaten. Was sich in allen Urlaubsreisen auszahlt: Spritsparendes Fahren. Damit kann der Verbrauch um gut 20 Prozent reduziert werden, empfiehlt die Mobilitätsorganisation VCÖ.

Anders als in Österreich kostet in einigen europäischen Ländern eine 50-Liter-Tankfüllung mehr als 100 Euro, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der EU-Kommission zeigt. Für Eurosuper ist in Dänemark mit umgerechnet fast 116 Euro für 50 Liter am meisten zu bezahlen, vor den Niederlanden mit rund 110 Euro, Finnland mit fast 108 Euro und in der Schweiz mit umgerechnet rund 102 Euro. Unser westlichstes Nachbarland weist mit 113 Euro für 50 Liter den höchsten Dieselpreis auf. Dahinter folgen Finnland mit fast 109 Euro, die Niederlande mit fast 102 Euro und Großbritannien mit umgerechnet 100 Euro.

Viele Österreicherinnen und Österreicher reisen auch in diesem Sommer nach Italien. Laut Bank Austria ist Italien insgesamt günstiger als Österreich, nicht aber beim Sprit. Im Gegenteil: 50 Liter Eurosuper kosten mit 92,50 Euro um zehn Euro mehr als in Österreich, für 50 Liter Diesel ist mit etwas mehr als 97 Euro um rund elf Euro mehr zu zahlen, informiert der VCÖ. In Kroatien bekommt man für den Urlaubseuro um rund zehn Prozent mehr, beim Spritpreis beträgt der Unterschied nur ein bis zwei Prozent: 50 Liter Eurosuper sind in Kroatien um 1,60 Euro günstiger als in Österreich, 50 Liter Diesel um einen Euro. Für Eurosuper und Diesel ist unter anderem auch in Deutschland, Portugal und Frankreich mehr zu zahlen als in Österreich. Eurosuper kostet zum Beispiel auch in Griechenland mehr, Diesel ist wiederum auch in Serbien und Rumänien teurer.

Günstiger ist das Tanken unter anderem in Spanien, Slowenien sowie in osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Slowakei, Polen und Bulgarien. Innerhalb der EU sind die Spritpreise in Malta am niedrigsten.  

Wie sich die Spritpreise in den kommenden Wochen entwickeln, hängt von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab. „Was sich immer und in allen Urlaubsländern auszahlt, ist spritsparendes Fahren. Das heißt konkret vorausschauend fahren, um frühzeitig den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, niedertourig und vor allem langsamer fahren, etwa auf Freilandstraßen maximal 80 km/h fahren und auf Autobahnen 100 oder 110 statt 130 km/h“, empfiehlt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Weitere Spritspartipps des VCÖ: Wer mit leichtem Gepäck reist, kann sich eine Dachbox sparen, die aufgrund des Luftwiderstands den Verbrauch erhöht. Ein regelrechter Spritfresser kann die Klimaanlage sein. Zu kalt eingestellt, treibt sie den Spritverbrauch stark in die Höhe.

Am Urlaubsort kürzere Strecken zu Fuß gehen, das spart Geld und verbrennt Kalorien, erinnert der VCÖ. Etliche Unterkünfte bieten kostenlos Fahrräder zum Ausleihen an. In manchen Regionen kann der Öffentliche Verkehr mit der jeweiligen Tourismuskarte kostenlos oder ermäßigt benützt werden.  

Quellen & Daten

VCÖ: In vielen Urlaubsländern kostet Eurosuper mehr als in Österreich
(Preis für 50 Liter Tankfüllung Eurosuper - in Klammer Differenz zu Österreich)

  • Dänemark: 115,60 Euro (+ 33,10 Euro)
  • Niederlande: 110,30 Euro (+ 27,80 Euro)
  • Finnland: 107,60 Euro (+ 25,10 Euro)
  • Schweiz: 102,20 Euro (+ 19,70 Euro)
  • Frankreich: 97,60 Euro (+ 15,10 Euro)
  • Griechenland: 96,60 Euro (+ 14,10 Euro)
  • Portugal: 94,10 Euro (+ 11,60 Euro)
  • Deutschland: 93,50 Euro (+11,00 Euro)
  • Italien: 92,50 Euro (+ 10,00 Euro)
  • Lettland: 89,90 Euro (+ 7,30 Euro)
  • Irland: 89,70 Euro (+ 7,20 Euro)
  • Großbritannien: 88,90 Euro (+ 6,40 Euro)
  • Belgien: 88,40 Euro (+ 5,90 Euro)
  • Litauen: 84,30Euro (+ 1,80 Euro)
  • Estland: 82,80 Euro (+ 0,30 Euro)
  • Slowakei: 82,70 Euro (+ 0,20 Euro)
  • ÖSTERREICH: 82,50 Euro
  • Luxemburg: 82,40 Euro (- 0,10 Euro)
  • Ungarn: 81,80 Euro (- 0,70 Euro)
  • Rumänien: 81,70 Euro (- 0,80 Euro)
  • Serbien: 81,40 Euro (- 1,10 Euro)
  • Kroatien: 80,90 Euro (- 1,60 Euro)
  • Tschechien: 80,20 Euro (- 2,30 Euro)
  • Slowenien: 80,00 Euro (- 2,50 Euro)
  • Zypern: 77,00 Euro (- 5,50 Euro)
  • Schweden: 76,80 Euro (- 5,70 Euro)
  • Bulgarien: 74,80 Euro (- 7,70 Euro)
  • Spanien: 73,00 Euro (- 9,50 Euro)
  • Polen: 69,00 Euro (- 13,50 Euro)
  • Malta: 67,00 Euro (- 15,50 Euro)

Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2026

VCÖ: Große Unterschiede beim Dieselpreis zwischen den Urlaubsländern
(Preis für Tankfüllung 50 Liter Diesel – in Klammer Differenz zu Österreich)

  • Schweiz: 113,00 Euro (+ 26,80 Euro)
  • Finnland: 108,60 Euro (+ 22,40 Euro)
  • Niederlande: 101,60 Euro (+ 15,40 Euro)
  • Großbritannien: 100,00 Euro (+ 13,80 Euro)
  • Dänemark: 99,00 Euro (+ 12,80 Euro)
  • Italien: 97,40 Euro (+ 11,20 Euro)
  • Frankreich: 94,50 Euro (+ 8,30 Euro)
  • Belgien: 93,00 Euro (+ 6,80 Euro)
  • Serbien: 92,50 Euro (+ 6,30 Euro)
  • Irland: 90,40 Euro (+ 4,20 Euro)
  • Lettland: 89,30 Euro (+ 3,10 Euro)
  • Portugal: 89,00 Euro (+ 2,80 Euro)
  • Litauen: 88,20 Euro (+ 2,00 Euro)
  • Deutschland: 86,50 Euro (+ 0,30 Euro)
  • Rumänien: 86,40 Euro (+ 0,20 Euro)
  • ÖSTERREICH: 86,20 Euro
  • Slowenien: 85,50 Euro (- 0,70 Euro)
  • Kroatien: 85,20 Euro (- 1,00 Euro)
  • Schweden: 85,10 Euro (- 1,10 Euro)
  • Zypern: 84,40 Euro (- 1,80 Euro)
  • Ungarn: 84,00 Euro (- 2,20 Euro)
  • Griechenland: 82,00 Euro (- 4,20 Euro)
  • Luxemburg: 81,20 Euro (- 5,00 Euro)
  • Estland: 79,80 Euro (- 6,40 Euro)
  • Bulgarien: 77,00 Euro (- 9,20 Euro)
  • Spanien: 76,90 Euro (- 9,30 Euro)
  • Slowakei: 76,30 Euro (- 9,90 Euro)
  • Tschechien: 73,70 Euro (- 12,50 Euro)
  • Polen: 70,20 Euro (- 16,00 Euro)
  • Malta: 60,50 Euro (- 25,70 Euro)

Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2026

Zurück zur Übersicht

VCÖ zu Spritpreisbremse: Österreich braucht rasch eine Spritverbrauchsbremse!

VCÖ (Wien, 30. April 2026) – Die Spritpreisbremse reicht nicht aus. Angesichts drohender Lieferengpässe fordert die Mobilitätsorganisation VCÖ die rasche Umsetzung von Maßnahmen, die den Spritverbrauch reduzieren. Eine Reduktion des Verbrauchs von sieben auf sechs Liter Diesel wirkt so, als würde der Spritpreis von 1,95 auf 1,67 Euro sinken, eine Reduktion auf fünf Liter wie eine Reduktion des Dieselpreises von 1,95 auf 1,39 Euro, verdeutlicht der VCÖ.  

Mehr dazu
Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ: Autoverkehr auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ging im 1. Quartal bei jeder 2. Zählstelle zurück

VCÖ (Wien, 24. April 2026) – Heuer waren im 1. Quartal bei 127 von 248 Zählstellen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen weniger Pkw unterwegs als im 1. Quartal des Vorjahres, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. An Werktagen gab es an 132 Zählstellen einen Rückgang. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass Unternehmen mit Öffi-Jobtickets, Leasingrädern, der Förderung von Fahrgemeinschaften und anderen Maßnahmen des Mobilitätsmanagements ihre Beschäftigten unterstützen können. Der VCÖ fordert in den Ballungsräumen eine eigene Spur für Busse und Fahrgemeinschaften sowie Schnellbusverbindungen und Rad-Highways als effiziente Stadt-Umland-Verbindungen.

Mehr dazu
Foto: Autobahn, auf welcher einige Pkw und Lkw fahren